30 Jahre Geschäftswissen

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Einleitung

Seit über 30 Jahren mache ich im Grunde nur eine einzige Sache: Business.
In dieser Zeit habe ich Unternehmen aufgebaut und in Start-ups investiert. Fast täglich werde ich gefragt, ob ich als Mentor zur Verfügung stehe oder Unternehmer:innen beim Aufbau ihres Geschäfts unterstütze. Manche haben mir sogar 10.000 Euro für einen einzigen Tag Beratung angeboten.

Doch Wissen sollte kein Luxus sein. Ich glaube nicht daran, Menschen für Hilfe zur Kasse zu bitten. Stattdessen möchte ich mein gesamtes Wissen kostenlos weitergeben.

In diesem Artikel – und den folgenden Kapiteln – bekommst du alles, was du brauchst, um:

  • ein Unternehmen zu gründen,
  • ein Unternehmen aufzubauen und zu skalieren,
  • ein Unternehmen zu führen und zu stabilisieren
  • und es am Ende erfolgreich zu verkaufen.

Eine Sache vorweg:
Wenn du es nicht schaffst, dich länger als fünf Minuten mit diesen Inhalten zu beschäftigen, ohne gedanklich auszusteigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Unternehmertum nicht dein Weg ist. Erfolg im Business erfordert Fokus, Ausdauer und Verantwortung.

In den nächsten Kapiteln werde ich dir nicht nur Werkzeuge an die Hand geben, sondern vor allem dabei helfen, dein Mindset zu verändern. Ziel ist es, neue Denkweisen zu etablieren – Denkweisen, die dir echte Chancen auf Erfolg eröffnen. Genau das ist etwas, das unser klassisches Bildungssystem selten fördert:
Unabhängigkeit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.

Wir werden unter anderem behandeln:

  • wie du ein Business ohne Startkapital aufbaust,
  • wie man gewinnt – und warum Verlieren im Unternehmertum essenziell ist,
  • warum ein Mindmap-basierter Businessplan oft besser ist als klassische Pläne,
  • wie du deinen Purpose findest, um dich selbst, dein Team und deine Kund:innen zu motivieren,
  • warum ein Co-Founder einer Partnerschaft gleicht und alles verändern kann,
  • weshalb Verkaufen eine erlernbare Fähigkeit ist – und der Schlüssel zu Freiheit,
  • wie Marketing, PR, Investoren, Sponsoren und Markenaufbau wirklich funktionieren,
  • warum persönliches Branding heute unverzichtbar ist,
  • wie man Mitarbeitende einstellt, entwickelt – und sich auch von ihnen trennt,
  • wie man global denkt, Mentoren findet und mit Equity umgeht,
  • und schließlich, wie man ein Unternehmen strategisch verkauft.

Am Ende dieses Artikels wirst du Wissen besitzen, für das ich selbst über drei Jahrzehnte gebraucht habe.
Wenn du dich darauf einlässt, wirst du nicht nur besser informiert sein – du wirst anders denken. Und das Beste daran:
Es kostet dich nichts. Aber es kann alles verändern.

Ein Unternehmen ohne Startkapital gründen

Viele Menschen glauben, dass ein Unternehmen mit einer Idee beginnt. Das ist nicht der richtige Ausgangspunkt. Ein Unternehmen entsteht vielmehr aus einem Gefühl oder Instinkt, dass sich etwas ändern muss – und daraus, sich aktiv damit zu beschäftigen, wie man etwas erschafft, das man wirklich liebt.

1. Folge deiner Leidenschaft, nicht einer Nische

Oft hört man: „Finde eine Marktlücke oder Nische.“ Das ist ein Mythos. Eine meiner erfolgreichsten frühen Firmen, Fluid, wurde eine der größten Agenturen Asiens und ich verkaufte sie später an PricewaterhouseCoopers – ohne dass die Idee originell war. Es gab bereits hunderte anderer Firmen, die fast dasselbe taten. Der Unterschied war, dass ich leidenschaftlich bei der Sache war.

Der Schlüssel: Finde heraus, was du wirklich gerne tust.
Ich liebe es, Menschen und Unternehmen zu helfen, erfolgreich zu sein, besonders im Marketing. Ich kann den ganzen Tag damit verbringen, Marketing zu studieren, neue Ideen auszuprobieren und Trends zu verfolgen – für mich kein Arbeitstag, sondern Hobby und Leidenschaft zugleich.

Die erste Aufgabe bei der Gründung eines Unternehmens ist daher, deiner Leidenschaft zu folgen.

2. Identifiziere deine Stärken und Schwächen

Schreibe auf:

  • Was du liebst und gut kannst.
  • Was du nicht magst und nicht gut kannst – diese Aufgaben solltest du outsourcen.

Das Bildungssystem vermittelt oft das Gegenteil: Wenn man etwas nicht gut kann, müsse man mehr Zeit investieren, um besser zu werden. Das ist falsch. Konzentriere dich darauf, Exzellenz in dem zu entwickeln, was du liebst.

3. Die Idee entwickeln

Eine Geschäftsidee entsteht aus dem, was du liebst, nicht aus dem Streben nach Originalität.

Beispiel Fluid: Ich liebte Marketing, traf jemanden, der meine Ideen in Grafiken und Präsentationen umsetzen konnte – zusammen gründeten wir ein 50/50-Unternehmen. Die Zusammenarbeit ergänzte meine Fähigkeiten perfekt.

Für dich könnte das heißen:

  • Du liebst Schreiben → schreibe ein Buch und finde einen Partner oder Verlag, der es veröffentlicht.
  • Du liebst Fotografie → poste deine Bilder online, finde Partner für Lizenzierung oder Verkauf.

Die Idee muss immer mit deiner Leidenschaft verbunden sein.

4. Erste Umsetzung: Starte klein

Nach der Ideenphase kommt die Umsetzung. Fang klein an:

  • Ein Podcast, Blog oder LinkedIn-Post
  • Social-Media-Handle aufsetzen und Inhalte teilen
  • Fotos posten, Tutorials erstellen, oder kleine Dienstleistungen anbieten

Wichtig ist: Mach es einfach und starte sofort. Perfektion ist nachrangig – du wirst mit der Zeit besser.

5. Überlege dir Einnahmequellen

Viele Gründer*innen machen den Fehler, sofort ein fixes Einnahmemodell zu planen. Besser: experimentiere mit verschiedenen Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

Beispiel Fluid: Während die meisten Marketingagenturen nach Stunden abrechneten, nahmen wir einen Anteil am Erfolg unserer Kunden – ein flexibles, leistungsbasiertes Modell.

Der Punkt: Sei agil und teste, was funktioniert, bevor du dich festlegst.

6. Finde deinen Purpose

Ein starkes Unternehmen basiert auf mehr als Profit. Überlege dir:

  • Welchen Unterschied willst du machen?
  • Warum sollen Kunden und Mitarbeitende mit dir arbeiten?

Wenn du einen größeren Zweck definierst und in dein Unternehmen integrierst, reduziert das den Managementaufwand – Menschen folgen dem Purpose, nicht nur Anweisungen.

7. Starte mit minimalen Kosten

Selbst wenn deine ursprüngliche Idee teuer wäre – z. B. die Entwicklung einer App – kannst du erstmal mit einer Serviceleistung oder einem einfachen Produkt beginnen, das Einnahmen generiert.
Beispiel Airbnb: Vor der Plattform verkauften sie einfache Boxen auf Veranstaltungen, um erste Kunden zu gewinnen und Einnahmen zu erzielen. So entstand das Kapital für den nächsten Schritt.


Fazit:
Ein Unternehmen zu starten, kostet nicht zwangsläufig Geld. Es beginnt mit:

  1. Leidenschaft,
  2. deinen Stärken,
  3. einer kleinen Idee,
  4. konkreter Umsetzung,
  5. experimentellen Einnahmemodellen
    und einem klaren Purpose.

Wenn du diese Schritte befolgst, läuft dein Business – auch ohne Startkapital – und wird nachhaltig erfolgreich.

Wie man im Business gewinnt

Du hast bereits ein Unternehmen, aber du willst gewinnen – oder du willst die geheime Formel kennen, um im Business erfolgreich zu sein. Nach dem Aufbau von fast 19 Unternehmen habe ich festgestellt: Gewinnen ist einfacher, als die meisten denken.

1. Leidenschaft und Purpose verschaffen dir einen Vorsprung

Wenn du leidenschaftlich bei der Sache bist und dein Unternehmen einen klaren Purpose hat, bist du bereits im Vorteil. Die meisten Menschen lieben nicht, was sie tun – wer es tut, hat einen natürlichen Vorsprung. Leidenschaft motiviert dich und dein Team und hilft dir, langfristig durchzuhalten.

2. Verzögerte Belohnung (Delayed Gratification)

Eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse ist Geduld und das Verzögern von Belohnung.
Beispiel aus meiner Firma Fluid: Mein erster Kunde erhielt meine Arbeit kostenlos. Viele sagen, man solle nie umsonst arbeiten – ich bin anderer Meinung. Durch Übererfüllung dieser ersten Aufgabe baute ich eine langfristige Beziehung auf. Dieser Kunde blieb über 16 Jahre bei mir und empfahl mich weiter.

Merksatz: Wer die sofortige Belohnung aufschiebt und in den Aufbau von Wert für Kunden investiert, gewinnt langfristig mehr. Große Unternehmen investieren oft Jahre, bevor sie Einnahmen erzielen – wer nicht warten kann, verpasst diese Chancen.

3. Eine starke Unternehmenskultur

Kultur ist mächtiger als Strategie:

  • Eine kundenorientierte Kultur ist entscheidend.
  • Bringe Mehrwert für deine Kunden, nicht nur kurzfristigen Profit.
  • Loyalität entsteht, wenn Kunden das Gefühl haben, dass sie Teil deiner Mission sind.

Beispiel: Amazon lebt Kundenorientierung als Teil der Unternehmenskultur. Die meisten Firmen konzentrieren sich zu sehr darauf, Geld aus Kunden zu ziehen, anstatt wertvolle Beziehungen aufzubauen.

4. Glück ist hackbar

Erfolg hängt nicht nur vom Zufall ab – man kann Glück gezielt beeinflussen. Drei Schlüssel:

  1. Persistenz: Durchhaltevermögen ist entscheidend. Viele Konkurrenten scheitern, weil sie aufgeben – du nicht.
  2. Kenne dein Ziel: Definiere, was Erfolg für dich bedeutet – ob große Firma oder kleine, persönliche Freiheit. Für mich bedeutet Erfolg z. B. genug Zeit zu haben, meinen Sohn zur Schule zu bringen und zu trainieren.
  3. Risiken eingehen: Erfolg entsteht durch bewusste Risiken, nicht durch bloßes Arbeiten. Der Mythos „Je härter du arbeitest, desto glücklicher bist du“ ist falsch. Wer Risiken meidet, verpasst Chancen. Lerne, Angst zu akzeptieren und kalkulierte Risiken einzugehen.

5. Geduld und langfristige Perspektive

Denke nicht kurzfristig an Geld, sondern an Wertaufbau und Markenbildung. Beispiele:

  • Facebook und Instagram: Beide bauten jahrelang Nutzerbasis auf, bevor sie monetarisierten. Monetarisierung zu früh kann das Wachstum und die Marke schädigen.
  • Google und YouTube: Anfangs ohne Einnahmen, der Fokus lag auf dem Nutzen für die Nutzer.

Fazit: Geduld, ein klarer Purpose, kundenorientierte Kultur, strategische Risikobereitschaft und Leidenschaft sind die Kernfaktoren, um im Business langfristig zu gewinnen.

Wie man verliert – und trotzdem erfolgreich wird

Viele Menschen lernen nie, richtig zu verlieren – und genau das verhindert oft ihren Erfolg. In der Schule wird uns beigebracht, dass Erfolg eine gute Note ist. Doch echtes Unternehmertum lehrt etwas anderes: Erfolg bedeutet, mit Misserfolg umzugehen, daraus zu lernen und wieder aufzustehen.

1. Akzeptiere Verlust

Ich garantiere: Hätte ich nicht einmal eine Million Pfund in meinem Comic-Book-Business verloren, wäre ich heute weder reich noch erfolgreich.
Verlieren ist ein notwendiger Teil des Lernprozesses. Man muss verstehen, dass Niederlagen unvermeidlich sind und sie als Chance für Wachstum nutzen.

2. Lass Dinge dich nicht kontrollieren

Lerne, dass Dinge dich nicht besitzen dürfen – auch nicht Geld, Status oder materielle Güter. Wer sich von Dingen definieren lässt, wird von ihnen kontrolliert. Verlieren lernen bedeutet, loszulassen und nicht emotional abhängig zu sein.

3. Lass dein kurzfristiges Ego los

Ego ist ein mächtiger Antrieb, kann aber auch blockieren.
Viele Menschen definieren sich über äußere Symbole:

  • das richtige Auto,
  • teure Kleidung,
  • Statusobjekte.

Lerne, es auszuhalten, als Verlierer wahrgenommen zu werden. Lass deine Konkurrenz oder Kunden unterschätzen, was du leisten kannst. Wenn du dann lieferst, entsteht ein entscheidender Vorteil.

Merksatz: Wer das Verlieren akzeptiert, wird oft langfristig übersehen – und kann dann überraschend groß gewinnen.

4. Liebe das Scheitern

Viele Menschen streben nach Perfektion und wollen immer „A“-Leistungen erbringen. Doch gerade D-Schüler oder Menschen, die Fehler machen, entwickeln oft mehr Mut und Widerstandskraft.

  • In Unternehmen gilt: Wer immer nur perfekte Resultate sucht, hat Angst vor Risiko.
  • Wer Fehler zulässt, kann innovativ und flexibel handeln.

Verliere bewusst, lerne aus Fehlern und sieh Misserfolge als Teil deines Wachstums.

5. Definiere deinen eigenen Erfolg

Lass nicht andere über deinen Erfolg entscheiden – nicht Kunden, Konkurrenten oder die Gesellschaft. Ein inneres Ego, das weiss, dass du kein Verlierer bist, ist entscheidend.

  • Du weißt, wohin du willst,
  • egal, was andere denken.

6. Wiederaufstehen und neu starten

Wenn du alles verlierst, ist das kein Grund, aufzugeben. Du kannst wieder von vorne anfangen. Wer Verlieren akzeptiert, entwickelt Resilienz, die ihn langfristig zum Erfolg führt.

Fazit:

  • Verlust akzeptieren
  • Dinge nicht überbewerten
  • Kurzfristiges Ego loslassen
  • Scheitern lieben
  • Eigenen Erfolg definieren
  • Immer wieder aufstehen

Wer diese Prinzipien verinnerlicht, wird nicht nur besser mit Niederlagen umgehen, sondern daraus langfristigen Erfolg schöpfen.

Wie man eine Mind Map erstellt (statt eines klassischen Businessplans)

Viele Menschen lernen in der Schule oder in Business-Kursen, dass sie einen Businessplan schreiben müssen. Doch die Realität ist: Ein starrer Businessplan ist oft wertlos. Er kann Unternehmen sogar behindern, weil er die Flexibilität einschränkt.

Die bessere Alternative: eine Mind Map. Sie zeigt alle möglichen Wege, die dein Unternehmen nehmen kann, und macht dich gleichzeitig navigierbar, flexibel und kreativ.

1. Ausgangspunkt: Deine Leidenschaft

Jede Mind Map beginnt in der Mitte mit deinem Hobby oder deiner Leidenschaft – das, was du liebst.
Beispiel: Bei meinem Unternehmen Free Humanity startete alles mit der Idee, Menschen zu helfen, frei zu tun, was sie lieben.

Von diesem Zentrum aus entwickelt sich die Mind Map in verschiedene Richtungen.

2. Die Verbindung zum Business

Überlege dir, wie sich deine Leidenschaft in ein Geschäft verwandeln lässt.

  • Für mich bedeutete es: Podcast starten, um Wissen zu teilen.
  • Daraus ergaben sich Netzwerkmöglichkeiten und Verbindungen zu erfolgreichen Unternehmern, die mich heute unterstützen.

Die Mind Map erlaubt es dir, jeden Teilbereich zu visualisieren, der dein Business voranbringen könnte.

3. Einnahmequellen und Partnerschaften

Mind Maps lassen sich beliebig erweitern:

  • Markenkooperationen: Welche Unternehmen passen zu deinem Projekt? (z. B. GoDaddy, Adobe, Tide)
  • Produkte/Services: Welche Angebote oder Apps kannst du entwickeln, um Menschen zu helfen?
  • Team & Partner: Welche Unterstützung brauchst du intern oder extern? Wer könnte ein Partner werden?

Du kannst sogar Dinge notieren, die du erst in Zukunft umsetzen wirst – die Mind Map wächst mit deinem Business.

4. Fokus auf Skalierbarkeit

Mit der Mind Map kannst du überlegen, wie du dein Unternehmen ressourcenmäßig skalieren kannst, ohne dass du selbst in allen Bereichen aktiv sein musst.
Beispiel: Merchandise, Produkte, Apps – alles kann Schritt für Schritt entstehen, wenn die Grundidee steht.

5. Vorteile gegenüber einem klassischen Businessplan

  • Keine starren Strukturen: Du bist flexibel und kreativ.
  • Visuelle Übersicht: Du siehst Zusammenhänge zwischen Ideen, Teams und Einnahmequellen.
  • Unendliche Erweiterbarkeit: Neue Ideen, Partner oder Produkte lassen sich jederzeit einfügen.
  • Praktische Umsetzung: Du musst keine teuren Templates kaufen oder starren Dokumenten folgen.

6. Praktisches Vorgehen

  1. Zentrum: Schreibe deine Leidenschaft auf.
  2. Verbindung zum Business: Wie kann diese Leidenschaft ein Geschäftsmodell werden?
  3. Erweiterungen: Podcasts, Produkte, Marken, Teams, Partner, Apps, Merchandise usw.
  4. Kontinuierliche Anpassung: Füge neue Ideen hinzu, verbinde Punkte und passe die Map an, während sich dein Business entwickelt.

Fazit:
Eine Mind Map ist ein einfaches, flexibles und mächtiges Tool, um ein Unternehmen zu visualisieren und Schritt für Schritt aufzubauen. Sie ersetzt den starren Businessplan, lässt dich agil bleiben und eröffnet unendlich viele Möglichkeiten, dein Business zu entwickeln.

Wie man seinen Purpose findet

Das Wort Purpose (Sinn/Zweck) klingt vielleicht spirituell oder abstrakt, aber es ist essenziell für deinen Erfolg. In der Schule wird Purpose kaum gelehrt – vermutlich, weil Menschen, die ihren eigenen Zweck kennen, eher unabhängig und selbstbestimmt arbeiten.

Purpose ist sehr persönlich, aber er lässt sich finden – und er ermöglicht dir, deine eigene Richtung zu wählen, dein eigenes „Tribe“ zu finden und frei zu arbeiten.


1. Den richtigen Ausgangspunkt wählen: Probleme erkennen

Frage dich nicht „Was will ich werden, wenn ich groß bin?“ – das ist die falsche Frage.
Richtiger ist: Welches Problem willst du lösen?

  • Denk darüber nach, welche Probleme dich selbst betreffen – groß oder klein.
  • Beispiele:
    • Die Bank öffnet nicht früh genug
    • Das Schwimmbad hat zu wenig Öffnungszeiten

Diese scheinbar kleinen Probleme aktivieren dein unternehmerisches Denken. Dein Gehirn beginnt, Lösungen zu entwickeln, und genau daraus entsteht dein Purpose.


2. Den Purpose in deinem Alltag verankern

Oft ist der Unterschied zwischen deinem aktuellen Leben und deinem Traum nur 3 % – wie bei Mensch und Schimpanse in der DNA.

Beispiel:

  • Du arbeitest in einer Cateringfirma, willst aber deine eigenen Kuchen machen und Menschen glücklich machen.
  • Dein Purpose ist fast schon da – du brauchst nur das Wissen und die Umsetzung, um dein Ziel zu erreichen.

Tipp: Beginne, deinen Alltag bewusst auf den Purpose auszurichten. Kleine Anpassungen summieren sich schnell zu großen Veränderungen.


3. Purpose mit Risiko und Eigeninitiative verbinden

Purpose erfordert Mut und Risiko:

  • Du musst lernen, eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Lass dich nicht von den Meinungen anderer blockieren – sie definieren nicht, wer du bist.
  • Frage dich: „Was ist mein Purpose und wie bringe ich ihn in die Realität?“

Merksatz: Purpose entwickeln heißt Intuition und Eigenverantwortung trainieren. Niemand gibt dir die Antworten – du musst sie selbst finden.


4. Purpose muss nicht alleine verfolgt werden

Du musst nicht alles selbst machen:

  • Finde Menschen, Communities oder Teams, die denselben Purpose teilen.
  • Arbeite mit ihnen zusammen, um das Problem zu lösen.
  • Teamarbeit multipliziert Wirkung: 1 + 1 = 11.

Beispiel: Wenn du dich für Klimaschutz interessierst, kannst du dich einem Team anschließen, das schon aktiv ist. Du bringst deine Talente ein, ohne das Rad neu erfinden zu müssen.


5. Der Purpose muss machbar sein

Viele denken: „Mein Purpose muss die Welt retten.“ Das kann lähmen.

  • Beginne mit einem konkreten, greifbaren Problem, das du tatsächlich lösen kannst.
  • Schrittweise Erweiterung: Dein Purpose kann wachsen, während du Erfahrung sammelst.

6. Purpose und Business verbinden

Wenn du Purpose findest, wirst du automatisch motiviert, für dich selbst zu arbeiten. Du wirst merken: Es ist oft schwieriger, für die Ziele anderer zu arbeiten, als für deine eigenen Visionen.

Fazit:

  1. Frage dich: Welches Problem willst du lösen?
  2. Verknüpfe Purpose mit deinem Alltag.
  3. Nimm Risiko und Eigeninitiative an.
  4. Suche Gleichgesinnte, Teams oder Communities.
  5. Beginne klein, skalierbar und machbar.
  6. Nutze deinen Purpose als Motor für Selbstständigkeit und Erfolg.

Wie man einen Co-Founder findet

Wenn du gerne alleine arbeitest, kannst du dieses Kapitel überspringen. Aber bevor du das tust, solltest du die Kraft eines Co-Founders verstehen. Ein Co-Founder kann entscheidenden Mehrwert bringen, besonders weil wir oft in unserer eigenen „Ignoranz-Blase“ leben – wir wissen nicht, was wir nicht wissen.

Ein Co-Founder ist wie ein Trainingspartner im Fitnessstudio:

  • Du gehst nicht immer ins Gym, aber wenn dein Partner regelmäßig hingeht, motiviert er dich.
  • Genauso sorgt ein Co-Founder für Accountability und Motivation im Business.

1. Vorteile eines Co-Founders

  • Geteiltes Risiko: Lieber 50 % eines erfolgreichen, angenehmen Unternehmens als 100 % eines Albtraums.
  • Lebenslange Partnerschaft: Wenn du den richtigen Co-Founder findest, kann das eine langfristige geschäftliche und persönliche Partnerschaft werden.

2. Den richtigen Co-Founder finden

a) Klare Selbstanalyse

  • Identifiziere was du liebst und was du hasst, ehrlich und präzise.
  • Ein Co-Founder sollte komplementäre Fähigkeiten haben, also das, was du nicht gut kannst oder nicht gern machst.

b) Gleicher moralischer Kompass

  • Die ethischen Werte müssen übereinstimmen.
  • Ein Co-Founder wird dein „Business-Lebenspartner“, daher ist Vertrauen, Respekt und gleiche Werte unverzichtbar.

c) Detailgenaue Beschreibung

  • Notiere genau, wie dein Co-Founder sein sollte:
    • Fachliche Fähigkeiten
    • Persönlichkeit
    • Hintergrund und Herkunft
    • Kommunikationsstil
    • Alles, was relevant ist

Je detaillierter du bist, desto wahrscheinlicher findest du die passende Person. Das nennt man manchmal die „Red-Car-Theorie“: Wenn du klar definierst, was du suchst, wirst du es überall erkennen.


3. Test der Integrität

  • Prüfe, ob der potenzielle Co-Founder Werte über Geld stellt.
  • Beispiel-Test: Stelle hypothetische Fragen zu Reputation vs. kurzfristigem Gewinn.
  • Beobachte, wie die Person reagiert – das zeigt dir, ob sie langfristig zuverlässig ist.

4. Den Co-Founder sichtbar suchen

  • Poste die Suche öffentlich: LinkedIn, soziale Netzwerke, persönliche Kontakte.
  • Sei klar und präzise, wen du suchst.
  • Achte auf Menschen, die du im Alltag triffst: Cafés, Restaurants, Supermärkte – sei aufmerksam.

5. Equity und Zusammenarbeit

  • Wenn du einen passenden Co-Founder gefunden hast, ist die Aufteilung der Unternehmensanteile entscheidend.
  • Ein gerechtes Equity-Modell sorgt für klare Verantwortung, Motivation und langfristige Zusammenarbeit.

Fazit

Einen Co-Founder zu finden, kann eine der mächtigsten Entscheidungen sein, um den Erfolg deines Unternehmens sicherzustellen.

  • Sei klar über dich selbst: Stärken, Schwächen, moralische Werte.
  • Suche bewusst und gezielt.
  • Prüfe Integrität und langfristige Kompatibilität.
  • Sei offen für eine 50/50-Partnerschaft, wenn sie die Lebensqualität und den Erfolg deines Unternehmens steigert.

Wie man verkauft

Verkaufen ist kein Zufall, sondern ein System und eine Philosophie. Jeder kann verkaufen – egal, ob Introvertiert oder Extrovertiert – wenn er die richtigen Prinzipien versteht. Viele Menschen verkaufen heute noch falsch, weil sie nur Produkte vorstellen. Die wichtigste Lektion lautet:

1. Verkaufe das „Sizzle“, nicht das Steak

  • Menschen kaufen keine Produkte, sie kaufen Erlebnisse, Ergebnisse und Emotionen.
  • Beispiel: Steve Jobs verkaufte Apple-Produkte nicht mit technischen Details, sondern mit Visionen für Kreative und Innovatoren.
  • Fokus: Ergebnisse, Nutzen und Begeisterung, nicht nur Fakten und Features.

2. Verstehe den Verkaufsprozess

Viele springen direkt auf den dritten Schritt („Deal abschließen“), ohne die Grundlagen zu beachten. Ein einfacher dreistufiger Prozess hilft:

Schritt 1: Verstehe den Kunden

  • Recherchiere gründlich: Braucht der Kunde dein Produkt wirklich?
  • Viele verschwenden Energie an Menschen, die kein Interesse oder Bedürfnis haben.
  • Ziel: Fokus auf Kunden, die deinen Wert wirklich benötigen.

Schritt 2: Verstehe die Person

  • Baue eine echte Verbindung auf.
  • Persönliche Sympathie ist entscheidend: Wenn du die Person nicht magst oder sie dich nicht mag, wird die Zusammenarbeit schwierig oder unmöglich.
  • Achte auf Verhalten, Integrität und Persönlichkeit.

Schritt 3: Der Deal

  • Wenn Kunde und Verkäufer sich gegenseitig mögen und der Kunde Bedarf hat, wird der Deal fast automatisch zustande kommen.
  • Oft kommt das beste Ergebnis, wenn man transparent ist: Sage, was du willst, und der Kunde gibt manchmal sogar mehr.

3. Den langfristigen Ansatz

  • Top-Verkäufer denken langfristig.
  • Beispiel: Harvard-Studie – die besten 50 Verkäufer gaben nach fünf Kontaktversuchen auf. Die Top 1 % hingegen blieben über Jahre beharrlich in Kontakt.
  • Strategie: Monatliche, freundliche Kontaktaufnahme, um Beziehung und Vertrauen aufzubauen.
    • Weihnachtsgrüße, Brancheninfos, Updates über dein Business – nicht sofort verkaufen, sondern Wert schaffen.

4. Sei authentisch

  • Verkauf funktioniert nur, wenn du ehrlich, authentisch und du selbst bist.
  • Es geht nicht darum, jemanden zu etwas zu überreden, das er nicht braucht.
  • Beispiel: Ein exzellenter Autoverkäufer empfiehlt den Wagen, der zum Kunden passt, nicht den mit der höchsten Provision.
  • Ziel: Langfristige Beziehungen aufbauen, nicht kurzfristige Gewinne erzwingen.

Fazit

Erfolgreiches Verkaufen basiert auf:

  1. Sizzle über Steak: Emotionen und Nutzen verkaufen.
  2. Verstehen: Kunde und Beziehung wirklich kennen.
  3. Langfristigkeit: Beharrlich bleiben, Beziehungen pflegen.
  4. Authentizität: Ehrlich sein und echte Verbindungen schaffen.

Wenn du diese Prinzipien befolgst, werden deine Verkaufszahlen und dein Geschäft langfristig wachsen.

Wie man sein Unternehmen vermarktet

Marketing ist ein tiefgehendes Thema, das den Erfolg eines Unternehmens maßgeblich beeinflusst. Es geht weit über einfache Werbung hinaus – es ist ein komplexes Zusammenspiel aus PR, Branding, Produkt-Markt-Fit und Kundenverständnis. Hier sind die Kernprinzipien, die jeder Unternehmer kennen sollte:


1. Marketing ist Experimentieren

Nicht alles, was du ausgibst, wird funktionieren. Statistiken zeigen, dass etwa 50 % des Marketings verschwendet werden, wenn du die falschen Menschen erreichst. Deshalb ist es entscheidend, ständig zu testen, welche Strategien wirklich wirken.


2. Verkaufe das Sizzle, nicht das Produkt

Marketing folgt denselben Prinzipien wie Verkauf: Verkaufe nicht das Produkt selbst, sondern das Erlebnis, die Emotion, den Nutzen, den es vermittelt. Beispiel: Apple verkauft keine Geräte, sondern Kreativität, Lifestyle und Status. Menschen wollen Teil eines Lebensgefühls sein, nicht nur ein Gerät besitzen.


3. Verstehe deinen Kunden

Marketing beginnt mit Zielgruppenverständnis. Wer ist dein Kunde? Welche Bedürfnisse hat er? Ein gutes Beispiel ist Facebook, das zunächst Universitätsstudenten ansprach und Funktionen wie „Single/Verfügbar“ einführte, die ihre sozialen Bedürfnisse gezielt bedienten. Beginne in einer Nische, bevor du dich ausweitest.


4. Nutze die „Staircase-Philosophie“

Marketing kann durch aufsehenerregende Aktionen Aufmerksamkeit erzeugen. Ein Beispiel: Ein Unternehmen kaufte eine Treppe für 26.000 £ und setzte sie kreativ ein, um ihre Mission sichtbar zu machen. Solche Aktionen sorgen für PR, Reichweite und Markenwiedererkennung, auch wenn sie auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Marketing lebt von Kreativität und Einzigartigkeit.


5. Systeme aufbauen

Marketing ist ein laufender Prozess, der systematisch organisiert sein muss:

  • E-Mail-Marketing: Sammle Daten, pflege sie und sende regelmäßig Inhalte.
  • Social Media: Nutze eine Plattform effizient, statt auf allen Kanälen halbherzig präsent zu sein.
  • PR & Branding: Plane Aktionen, die langfristig wirken.

Qualität über Quantität: Ein Kanal gut machen ist besser als viele schlecht.


6. Partner einbinden

Marketing funktioniert nicht isoliert. Kooperationen mit Partnern (z. B. Sponsoren, Influencer, andere Unternehmen) können Reichweite und Wirkung massiv verstärken. Beispiel: Kooperationen mit Amazon oder Ring Doorbell können Marketingaktionen erheblich skalieren.


7. Interne Markenrepräsentation

Marketing endet nicht bei Werbung – deine Mitarbeiter repräsentieren die Marke. Starbucks etwa setzte auf gut geschulte, zufriedene Baristas, die Kunden direkt begeistern. Mitarbeiterzufriedenheit wirkt wie Marketing nach außen.


8. Spaß am Marketing

Marketing sollte Freude bereiten. Kreative Aktionen, ungewöhnliche Ideen oder persönliche Begeisterung machen deine Marke authentisch und nachhaltig. Wenn du Marketing als langweilige Pflicht siehst, wird auch die Wirkung schwach sein.


9. Zusammenfassung

Erfolgreiches Marketing kombiniert:

  • Zielgruppenkenntnis
  • Emotionen und Sizzle verkaufen
  • Systematische Umsetzung
  • Kreativität und auffällige Aktionen
  • Mitarbeiter und Partner einbeziehen
  • Spaß und Authentizität

Das Ziel ist es immer, eine bessere Zukunft für deine Kunden zu versprechen, sie zu erreichen und langfristige Bindungen aufzubauen.

Wie man PR für sein Unternehmen macht

Public Relations (PR) ist ein mächtiges Werkzeug, um die Sichtbarkeit deines Unternehmens zu erhöhen. Richtig eingesetzt, kann PR den Unterschied zwischen Erfolg und Unsichtbarkeit ausmachen. Hier sind die wichtigsten Prinzipien und Strategien:


1. PR muss zielgerichtet sein

PR sollte strategisch und relevant sein. Ein Artikel in einem großen Magazin oder auf Tech-Plattformen fühlt sich vielleicht gut an, bringt aber keinen echten Nutzen, wenn er nicht die richtigen Menschen erreicht.

Beispiel: Ein lokales Projekt wie der Verkauf von Kirschen an der Straße wird am besten von lokaler Presse berichtet. Ein Bericht im nationalen Fernsehen hat vielleicht Prestige, bringt aber keine direkten Kunden.


2. Mach den Journalisten das Leben leicht

Journalisten sind oft beschäftigt. Je mehr du ihnen abnimmst, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie über dich berichten.

  • Fertige Pressetexte: Schreibe die Story so, dass der Journalist sie fast unverändert übernehmen kann.
  • Gute Überschrift: Für den Leser interessant, nicht nur für dich.
  • Fotos & Materialien: Hochauflösende Bilder und Pressematerial liefern.

Wenn du alles bereitstellst, müssen sie nur noch zustimmen und minimal bearbeiten – das erhöht die Chancen auf Veröffentlichung.


3. Kenne den Journalisten

Recherche ist entscheidend: Welche Themen behandelt der Journalist? Welchen Stil bevorzugt er? Wenn du das verstehst, kannst du deine PR-Story maßgeschneidert gestalten, sodass sie für ihn attraktiv ist.


4. PR selbst machen statt outsourcen

Viele PR-Agenturen versprechen viel, liefern aber oft nur Kontakte. Gerade als kleines Unternehmen kann es riesige Vorteile bringen, selbst direkt mit Journalisten zu arbeiten:

  • Beziehungen aufbauen
  • Verständnis für Medien entwickeln
  • Vertrauen schaffen

Hack: Plattformen wie Twitter eignen sich hervorragend, um Journalisten direkt zu folgen, ihre Beiträge zu kommentieren und Beziehungen aufzubauen. Engagiere dich bei ihren Artikeln, beantworte Fragen oder bringe eigene Ideen ein – so bleibst du im Gedächtnis.


5. Sei vorsichtig mit deinem eigenen Verhalten

Als Unternehmer bist du die lebendige Repräsentation deines Unternehmens. Alles, was du postest oder öffentlich zeigst, wirkt auf Journalisten und die Öffentlichkeit.

  • Unüberlegte oder anstößige Posts können PR-Chancen zerstören.
  • Disziplin und Markenbewusstsein sind entscheidend.

PR beginnt also bei dir selbst: Respektiere deinen eigenen Auftritt und die Wahrnehmung deiner Marke.


6. Zusammenfassung: Die wichtigsten PR-Prinzipien

  1. Zielgerichtet arbeiten: Sprich die richtigen Medien für dein Zielpublikum an.
  2. Journalisten entlasten: Alles bereitstellen, damit sie nur noch zustimmen müssen.
  3. Recherche & Personalisierung: Kenne den Journalisten und passe deine Story an.
  4. Direkter Kontakt: Baue Beziehungen selbst auf, statt nur zu zahlen.
  5. Eigenes Verhalten: Dein Auftreten ist die erste PR-Maßnahme.

Wie man einen Investor für sein Unternehmen findet

Einen Investor zu gewinnen, kann die Entwicklung deines Unternehmens massiv beschleunigen. Gleichzeitig kann der falsche Investor langfristig problematisch sein. Deshalb ist es entscheidend, vorher genau zu überlegen, ob du wirklich einen Investor brauchst – manchmal lassen sich Wachstum und Finanzierung auch auf andere Weise erreichen.


1. Überlege, ob du wirklich einen Investor brauchst

Viele Unternehmer streben sofort nach Geld, ohne zu prüfen, ob es alternativ andere Wege gibt. Oft genügt ein besseres Vertriebssystem oder Crowdfunding, um die benötigten Mittel zu erhalten. Ein Investor bringt Kapital – aber auch Einfluss und manchmal Druck auf dein Unternehmen.

Merke: Geld allein ist nicht immer die Lösung. Prüfe zuerst: Brauche ich die Expertise und das Netzwerk des Investors oder nur Kapital?


2. Wer eignet sich als Investor?

Nicht jeder Investor passt zu jedem Unternehmen. Es lohnt sich, den Investor sorgfältig auszuwählen:

  • Familie und Freunde: Sie kennen dich gut und müssen nicht von deiner Persönlichkeit überzeugt werden. Wichtig: Sei ehrlich über Risiken, sonst können Konflikte entstehen.
  • Freunde von Freunden: Nutze Netzwerke, um an wohlhabende Kontakte zu gelangen. Empfehlungen erhöhen die Chancen enorm.
  • Teammitglieder als Investoren: Mitarbeitende, die selbst investieren, bringen Motivation, Know-how und Kapital gleichzeitig.
  • Angel-Investoren: Einzelpersonen, die Geld und Expertise einbringen. Erfolgreiche Ansprache bedeutet nicht, sofort um Geld zu bitten, sondern um Rat zu fragen und Mehrwert zu zeigen. So entsteht FOMO („Fear of Missing Out“) – eine der stärksten Strategien, um Engagement zu erzeugen.
  • Venture Capitalists (VCs): Sie investieren meist in Unternehmen, die bereits bewiesen haben, dass sie skalierbar sind. Wichtig: Prüfe vorher, ob der VC aktuell Kapital verfügbar hat und in ähnliche Unternehmen investiert hat. Empfehlungen durch andere Gründer erhöhen die Chancen.
  • Strategische Partner oder Kunden: Manchmal ist es möglich, dass ein Kunde oder Markenpartner die Expansion deines Unternehmens finanziert, da sie selbst davon profitieren. Hier ist Vorsicht geboten, um Abhängigkeiten und Interessenkonflikte zu vermeiden.

3. Die richtige Strategie bei Angel-Investoren

  • Fokus auf Wert: Investoren wollen Mehrwert bringen, nicht nur Geld geben.
  • Nicht direkt um Geld bitten: Zuerst um Rat oder Feedback fragen – das zeigt Respekt und schafft Vertrauen.
  • FOMO erzeugen: Lass den Investor das Gefühl haben, dass er etwas verpasst, wenn er nicht investiert.
  • Equity klar definieren: Zeige transparent, wie viel Anteil der Investor erhält und wie zukünftige Finanzierungsrunden die Beteiligung verändern könnten.

4. Alternative Finanzierungswege

  • Crowdfunding: Verkauf dein Produkt im Voraus über Plattformen wie Indiegogo oder Kickstarter, um Kapital ohne Eigenkapitalabgabe zu erhalten.
  • Equity-Crowdfunding: Investoren kaufen Anteile an deinem Unternehmen über Online-Plattformen.
  • Kredite oder Community-Unterstützung: In manchen Fällen können Darlehen oder Beiträge von Unterstützern helfen, bevor ein klassischer Investor nötig ist.

5. Zusammenfassung: Investor finden

  1. Prüfe, ob du wirklich einen Investor brauchst.
  2. Definiere den passenden Investor-Typ (Familie, Freunde, Angel, VC, Partner).
  3. Erstelle ein klares Angebot und zeige Mehrwert.
  4. Pflege Beziehungen und Netzwerke, statt einfach Anträge zu stellen.
  5. Ziehe alternative Finanzierungsquellen in Betracht (Crowdfunding, Eigenkapitalverkauf, Kundenfinanzierung).

Wie man Sponsoren für sein Unternehmen gewinnt

Sponsoren zu gewinnen, kann deinem Unternehmen nicht nur finanzielle Mittel verschaffen, sondern auch die Reichweite und Glaubwürdigkeit steigern. Dabei gilt: Sponsoring funktioniert nur, wenn sowohl der Sponsor als auch dein Projekt echten Wert daraus ziehen – sei es messbarer Nutzen oder emotionale Verbindung.


1. Verstehe, warum Sponsoren investieren

Es gibt zwei Hauptgründe, warum Marken Sponsoren werden:

  1. Wert zurückbekommen (Return on Investment):
    Sponsoren wollen eine messbare Rendite. Das kann Reichweite sein, z. B. über Online-Views, Social-Media-Posts oder klassische Werbeflächen wie Plakate. Je einfacher du den ROI nachweisen kannst, desto eher investieren Marken.
  2. Emotionale Verbindung:
    Manche Sponsoren engagieren sich aus persönlichen Gründen. Ein Beispiel: Lokale Fußballclubs werden manchmal von großen Marken gesponsert, weil die CEOs dort selbst gespielt haben oder eine emotionale Bindung zu der Community besteht. Emotionaler Bezug + messbarer Nutzen = perfekte Kombination.

2. Verstehe die Marke

Bevor du einen Sponsor ansprichst, solltest du die Marke und ihre Werte genau kennen:

  • Welche Zielgruppen sprechen sie an?
  • Welche Art von Werbung nutzen sie traditionell?
  • Passt dein Projekt zu ihrem Markenimage?

Beispiel: Ein Schmuckunternehmen wird niemals Bierdeckelwerbung sponsoren, weil das nicht zu ihrem hochwertigen, stilvollen Markenimage passt. Besser wäre ein Sponsoring in einem Umfeld, das Luxus, Eleganz oder Lifestyle vermittelt, z. B. Filmproduktionen oder Premium-Events.


3. Kenne die Menschen hinter der Marke

Marken bestehen aus Menschen – CEO, Marketingleiter, Entscheidungsträger. Wenn du verstehst, welche Werte und Motive diese Personen haben, kannst du Sponsoring-Deals viel gezielter gestalten.

  • Beispiel: GoDaddy unterstützt Projekte, die Unternehmer fördern. Wenn du eine Initiative hast, die Menschen wirklich hilft, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Marke einsteigt.
  • Tipp: Persönlicher Bezug plus Markenwert = hohe Erfolgswahrscheinlichkeit.

4. Nutze bestehende Beziehungen und Agenturen

Direkt zur Marke zu gehen, ist oft nicht der effizienteste Weg. Du kannst Sponsoren auch über Vermittler erreichen:

  1. Media-Buying-Agenturen: Diese kaufen Werbeflächen für Marken ein. Sie haben Beziehungen zu den Entscheidern und wissen, welche Kampagnen passen.
  2. Kreativagenturen: Sie entwickeln Kampagnenideen für Marken. Dein Projekt oder Produkt kann als Teil einer Kampagne integriert werden.

So sparst du Zeit und erhöhst die Chancen, dass die Marke dein Sponsoring annimmt.


5. Zeige echten Einsatz für die Marke

Eine der wirkungsvollsten Strategien: verwendet die Marke selbst, bevor du um Sponsoring bittest.

  • Beispiel: Für eine Aktion mit einer „Traum-Türklingel“ nutzte das Team die Ring-Türklingel (Amazon), ohne vorher zu fragen. Da das Produkt ideal zum Projekt passte, entstand eine natürliche Partnerschaft – Amazon wurde Sponsor.

Fazit: Sponsoring sollte auf echtem Nutzen und Leidenschaft basieren, nicht auf kurzfristiger Gewinnmaximierung.


6. Die drei Grundregeln für Sponsoring

  1. Messbaren Wert liefern: Zeige, wie der Sponsor profitiert.
  2. Emotionale Bindung schaffen: Persönlicher Bezug zu den Entscheidern kann entscheidend sein.
  3. Marke und Werte verstehen: Nur wer die Philosophie der Marke kennt, kann ein überzeugendes Angebot machen.

Wie man eine Marke aufbaut

Markenaufbau ist komplex, spannend und entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Wenn es richtig gemacht wird, fließen viele vorherige Strategien wie Marketing, PR oder Vertrieb organisch ineinander, doch eine starke Marke zu entwickeln, erfordert gezielte Arbeit.


1. Was eine Marke wirklich ist

Eine Marke ist nicht nur ein Logo oder Design. Sie ist die Essenz dessen, wofür dein Unternehmen steht. Sie vermittelt, welche Werte du vertrittst und wofür deine Produkte oder Dienstleistungen stehen.

  • Beispiele:
    • Nike steht für die Unterstützung von Athleten.
    • Apple steht für Kreativität und Innovation.

Wenn Menschen deine Marke erkennen, ohne Logo oder Name, dann hast du eine starke Marke geschaffen.


2. Beginne mit deiner persönlichen Marke

Deine persönliche Marke ist oft der Ausgangspunkt, um Unternehmenswerte zu definieren:

  • Schreibe deine Werte, Non-Negotiables und Prioritäten auf.
  • Reflektiere, wie andere dich wahrnehmen.
  • Überlege, welche Eigenschaften dich einzigartig machen.

Hinweis: Jeder hat eine persönliche Marke, egal ob bewusst oder unbewusst. Wer sie aktiv gestaltet, kann den Verlauf seines Geschäfts und Lebens stark beeinflussen.

  • Beispiel: Manche Unternehmer definieren ihre Marke über ihre Kommunikation – sie antworten selten auf E-Mails, was sie einzigartig macht.

3. Übertrage persönliche Werte auf dein Unternehmen

Die Werte deines Unternehmens sollten deine persönlichen Werte widerspiegeln, aber auch den geschäftlichen Kontext berücksichtigen.

  • Beispiel Help Bank:
    • Persönliche Werte: Ehrlichkeit, Authentizität, Offenheit.
    • Unternehmenswerte: Zusätzlich Seriosität im Finanzbereich, um Vertrauen zu erzeugen, da das Unternehmen Träume finanziell unterstützt.

Die Markenpersönlichkeit muss an die Zielgruppe und die Geschäftstätigkeit angepasst sein.


4. Markenaufbau auf Unternehmensebene

Es gibt zwei zentrale Strategien, wie Unternehmen ihre Marke skalieren:

  1. Referenzmodell:
    Die Marke profitiert vom Image anderer, z. B. durch Sponsoring von Influencern oder Persönlichkeiten.
    • Beispiel: Canon arbeitet mit bekannten Fotografen, Nike mit erfolgreichen Athleten.
    • Vorteil: Schnelle Skalierung ohne eigene Social-Media-Präsenz aufzubauen.
    • Risiko: Fehlverhalten der gesponserten Personen kann die Marke schädigen (z. B. Kanye West und Adidas).
  2. Leadership-Modell:
    Die Marke wird durch die Führungspersönlichkeit verkörpert.
    • Beispiel: Steve Jobs bei Apple.
    • Vorteil: Authentische Markenführung aus dem Unternehmen heraus.
    • Risiko: Wenn die Führungsperson das Unternehmen verlässt, kann die Marke an Strahlkraft verlieren.
    • Lösung: Übergangsstrategien einplanen (z. B. Tim Cook bei Apple).

5. Disziplin und Konsistenz

Eine Marke wird durch konsequentes Handeln definiert:

  • Deine Unternehmenskommunikation, Social-Media-Aktivitäten, Events und der Umgang mit Kunden spiegeln deine Markenwerte wider.
  • Setze klare Regeln und Standards, damit die Marke konsistent wahrgenommen wird.

6. Lerne, „Nein“ zu sagen

Die größten Gefahren für eine Marke entstehen durch falsche Partnerschaften oder Kunden.

  • Beispiel: Ein einzelner schlechter Kunde oder eine unpassende Kooperation kann eine jahrelang aufgebaute Reputation in Sekunden beschädigen.
  • Tipp: Höre auf dein Bauchgefühl und wähle Partnerschaften sorgfältig aus.

„Du kannst 30 Jahre aufbauen, aber fünf Sekunden können alles zerstören.“


7. Fazit

Eine starke Marke ist der wertvollste Vermögenswert eines Unternehmens. Sie ist mehr als Produkte oder Dienstleistungen – sie lebt durch Werte, Authentizität und Vertrauen.

  • Baue eine Marke, nicht nur ein Unternehmen.
  • Pflege die Marke durch konsequente Wertekommunikation, kluge Partnerschaften und strategisches Handeln.
  • Denke langfristig: Markenwert überdauert oft den unmittelbaren Geschäftserfolg und kann den Unternehmenswert erheblich steigern.

Wie man einstellt, wächst und ein Unternehmen aufbaut

Erfolgreiches Unternehmertum hängt stark davon ab, die richtigen Leute einzustellen, ein gesundes Wachstum zu fördern und Systeme zu schaffen, die dein Unternehmen unabhängig von deiner ständigen Anwesenheit machen. Wenn diese Formel richtig umgesetzt wird, kann dein Unternehmen nicht nur profitabel, sondern auch nachhaltig und erfüllend sein.


1. Einstellen: Menschen mit Purpose

Der Schlüssel, um nicht in Management-Alpträume zu geraten, liegt darin, Menschen einzustellen, die den Zweck (Purpose) deines Unternehmens verstehen und teilen.

  • Purpose über Management: Wenn Mitarbeiter den Unternehmenszweck leben, musst du sie nicht ständig managen; du managst den Zweck, nicht die Personen.
  • Hacks für die richtige Einstellung:
    • Prüfe Social Media, um zu sehen, was die Person wirklich interessiert.
    • Hole Referenzen ein – sie geben oft wertvolle Hinweise auf Arbeitsweise und Einstellung.
    • Achte darauf, dass die Person authentisch zum Purpose passt, nicht nur Lippenbekenntnisse abgibt.

2. Equity: Mitarbeiter am Erfolg beteiligen

Um Loyalität und Motivation zu fördern, ist Equity ein mächtiges Werkzeug:

  • Mitarbeiter, die am Unternehmen beteiligt sind, arbeiten als Teilhaber, nicht nur als Angestellte.
  • Equity kann in verschiedenen Formen gegeben werden: direkt im Unternehmen, über Optionen oder durch Beteiligung an Projekten.
  • Vorteil: Geringere Fluktuation, höhere Motivation, stärkeres Verantwortungsbewusstsein.

Ironischerweise verlassen Menschen selten ein Unternehmen, in dem sie Equity besitzen. Und wenn doch, verlaufen Trennungen oft fair, weil Respekt und Vertrauen aufgebaut wurden.


3. Wachstum durch Kultur

Unternehmen wachsen nicht nur durch Zahlen, sondern durch eine starke Unternehmenskultur:

  • Werte definieren, wie Mitarbeiter behandelt werden und wie Kundenbeziehungen gestaltet werden.
  • Beispiel: Eine kreative Agentur wandelte ihre Kultur von reinem Profitstreben hin zu Mitarbeiter- und Kreativzentrierung – was zu Wachstum und langfristigem Erfolg führte.
  • Wachstum sollte immer mit klar definiertem Ziel erfolgen: Warum wächst du? Für Ego, Umsatz oder langfristige Wirkung?

4. Risiken eingehen & MVPs entwickeln

Unternehmen, die wachsen wollen, müssen bereit sein, Risiken einzugehen und Ideen schnell zu testen:

  • MVPs (Minimum Viable Products) helfen, Konzepte früh zu validieren.
  • Stillstand ist der größte Feind: Beispiele wie Kodak zeigen, dass selbst innovative Technologien scheitern, wenn sie nicht umgesetzt werden.
  • Selbstdisruption ist nötig: Sei bereit, bestehende Geschäftsmodelle zu hinterfragen.

5. Spezialisten statt Generalisten

Für Skalierung ist es entscheidend, Systeme zu bauen und Spezialisten einzusetzen:

  • In der Anfangsphase übernimmt der Gründer oft viele Rollen (Generalist).
  • Beim Wachstum: Ersetze Generalisten durch Spezialisten in Kernbereichen (Marketing, Produktentwicklung, Kundenservice).
  • Systeme erleichtern die Arbeitsteilung und machen das Unternehmen skalierbar und effizient.

Gründer sollten ihre eigenen Rollen hinterfragen und sich auf Spezialgebiete konzentrieren, sonst werden sie irgendwann redundant – und das ist gut für das Unternehmen.


6. Zusammenfassung: Erfolgsformel für Wachstum

Ein Unternehmen, das leicht skalierbar ist, basiert auf:

  1. Purpose: Klar definiert und von allen geteilt.
  2. Menschen: Richtig einstellen, sorgfältig auswählen und motivieren.
  3. Equity: Mitarbeiter am Erfolg beteiligen.
  4. Kultur: Werte leben und pflegen.
  5. Risiken: Neues ausprobieren, MVPs testen, sich selbst disruptieren.
  6. Spezialisierung: Systeme einführen, Generalisten durch Spezialisten ersetzen.

Wenn du diese Punkte konsequent umsetzt, kannst du ein Unternehmen aufbauen, das wächst, ohne dass du jeden Tag jeden Aspekt managen musst, und das langfristig erfolgreich ist.

Wie man jemanden richtig entlässt

Das Entlassen von Mitarbeitern ist eine der schwierigsten, aber wichtigsten Fähigkeiten, die ein Unternehmer beherrschen muss. Es geht dabei nicht nur um Rechtliches, sondern um die langfristige Gesundheit des Unternehmens und die Verantwortung gegenüber allen Beteiligten.


1. Die „7-8-Regel“: Wann entlassen?

Ein hilfreiches System, um zu entscheiden, wer bleibt und wer gehen muss, ist die „7-8-Regel“:

  • 9-10-Mitarbeiter: Top-Leistung, engagiert, passt zum Purpose – diese Menschen willst du halten.
  • 1-2-Mitarbeiter: Offensichtlich ungeeignet – diese Personen verlassen das Unternehmen oft ohnehin oder müssen schnell gehen.
  • 7-8-Mitarbeiter: Fast gut, aber nicht konstant. Sie können wertvoll sein, sind jedoch schwer zu managen und oft eine Belastung.

Wichtig: Die 7-8-Mitarbeiter sind die größten Herausforderungen. Manchmal liegt es nicht an ihrer Fähigkeit, sondern an der falschen Position, Team oder Rolle. Es lohnt sich, sie eventuell intern umzusetzen, bevor man sich für eine Entlassung entscheidet.


2. Strukturierter Entlassungsprozess

Bevor du jemanden entlässt, solltest du einen klaren, strukturierten Ansatz verfolgen:

  1. Leistungskriterien definieren: Was bedeutet Erfolg in dieser Rolle?
  2. Unterstützung anbieten: Frag den Mitarbeiter, wie du ihn unterstützen kannst, um besser zu werden.
  3. Ehrlich sein: Wenn Verbesserungen ausbleiben, handle entschlossen.

Das Ziel ist, eine faire Chance zu geben, bevor die Entscheidung endgültig wird.


3. Umgang mit 7-8-Mitarbeitern

  • Erkenne das Muster: Wenn du ständig über dieselben Mitarbeiter sprichst – im Team, bei Kunden oder intern – ist das ein Warnsignal.
  • Angst vor Ersatz überwinden: Viele Unternehmer halten 7-8-Mitarbeiter, weil sie glauben, „besser als niemand“ zu sein. Das führt zu Unzufriedenheit bei allen.
  • Unterstütze beim Übergang: Hilf ihnen, eine neue Position zu finden, in der sie erfolgreicher sein können. Das bewahrt Beziehungen und oft bleibt man freundschaftlich verbunden.

Eine Entlassung kann für den Mitarbeiter sogar positiv sein: In einer neuen Rolle kann er seine volle Leistung entfalten und glücklich werden.


4. Prinzipien für faire Entlassungen

  • Ehrlichkeit: Sag klar, wo die Leistung nicht ausreicht.
  • Respekt: Behandle die Person würdevoll – oft sind sie dankbar, wenn du ihnen den nächsten Schritt erleichterst.
  • Konsequenz: Halte die Standards hoch. Wenn 7-8-Mitarbeiter bleiben dürfen, riskierst du, dass 9-10-Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

5. Zusammenfassung

  1. Bewerte Mitarbeiter nach der 7-8-Regel.
  2. Gib 7-8-Mitarbeitern eine faire Chance, aber setze klare Grenzen.
  3. Handle entschlossen, wenn Verbesserungen ausbleiben.
  4. Unterstütze den Übergang zu einer passenden Rolle außerhalb deines Unternehmens.
  5. Schütze deine Top-Performer – sie sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg deines Unternehmens.

Entlassen ist nicht nett, aber eine notwendige Verantwortung, um ein gesundes, leistungsstarkes und skalierbares Unternehmen zu führen.

Wie man global geht – Internationales Wachstum meistern

Viele Unternehmer denken fälschlicherweise, dass Globalisierung kompliziert oder riskant ist. In Wahrheit kann der Schritt in internationale Märkte viele Risiken im eigenen Geschäft reduzieren und neue Chancen eröffnen.


1. Risikostreuung durch mehrere Märkte

Wenn dein Unternehmen nur in einem Markt aktiv ist, bist du vollständig von den Schwankungen dieses Marktes abhängig.

  • Beispiel: In der frühen Phase meiner Firma Fluid waren wir ausschließlich in Hongkong aktiv. Jede Krise in diesem Markt wirkte sich direkt auf unser Unternehmen aus.
  • Durch die Expansion in weitere Märkte kannst du Risiken verteilen und das Überleben deines Unternehmens sichern.

Wer global denkt, reduziert Abhängigkeiten und kann wirtschaftliche Schwankungen leichter ausgleichen.


2. Chancen identifizieren

Bevor du international gehst, musst du prüfen, in welchen Märkten dein Produkt oder deine Dienstleistung Potenzial hat.

  • Recherche ist entscheidend: Analysiere, wo Bedarf besteht und wie Kunden dort ticken.
  • Strategische Optionen prüfen: Selbst wenn du nicht selbst ein Büro eröffnen willst, kannst du die Erkenntnisse nutzen – z. B. um Investoren zu überzeugen oder Sponsoren für Expansion zu gewinnen.

3. Internationale Geschäftsmodelle nutzen

Du musst nicht alles selbst betreiben. Franchising oder Lizenzmodelle bieten die Möglichkeit, in anderen Märkten präsent zu sein, ohne die volle operative Verantwortung zu übernehmen.

  • Jemand anderes betreibt das Geschäft vor Ort, du erhältst Einnahmen durch Lizenzgebühren oder Beteiligungen.
  • Franchising funktioniert nicht nur für Fast-Food-Ketten wie Subway oder McDonald’s, sondern auch für Dienstleistungsunternehmen.

Dies ist vielleicht das „naheste an passivem Einkommen“, ohne dass du täglich involviert sein musst.


4. Langfristige Unternehmensstabilität sichern

Ein global ausgerichtetes Unternehmen ist oft stabiler und langlebiger.

  • Unternehmer tendieren dazu, ihr Unternehmen klein zu halten, um alles selbst zu kontrollieren – das führt zu Abhängigkeit und Stress.
  • Wer global denkt, schafft die Voraussetzungen für ein größeres, selbstständigeres Unternehmen, das weniger auf einzelne Personen angewiesen ist.

Große Unternehmen sind in vielen Fällen leichter zu managen als kleine, wenn man die richtigen Strukturen etabliert.


5. Den eigenen Horizont nicht beschränken

  • Entscheide dich nicht gegen Wachstum, nur weil du glaubst, kleine Unternehmen seien einfacher.
  • Träume groß, plane global und lass dein Unternehmen nicht von einem einzelnen Markt abhängig sein.

Zusammenfassung

  1. Verteile Risiken durch Präsenz in mehreren Märkten.
  2. Recherche: Wo gibt es Chancen für dein Produkt oder deine Dienstleistung?
  3. Nutze Franchising oder Lizenzmodelle, um global zu wachsen, ohne alles selbst betreiben zu müssen.
  4. Plane für langfristige Stabilität: Ein globales Unternehmen ist oft widerstandsfähiger.
  5. Denke groß: Begrenze dich nicht aus Bequemlichkeit auf einen kleinen Markt.

Global zu gehen bedeutet nicht nur Wachstum, sondern Sicherung, Freiheit und größere Chancen für dein Unternehmen.

Wie man einen Mentor findet – Strategien für gezielte Unterstützung

Viele Unternehmer träumen davon, einen Mentor zu haben – jemanden, der sie anleitet, unterstützt und wertvolles Wissen teilt. Doch oft wird Mentoring missverstanden. Es geht nicht darum, jemanden blind zu folgen, sondern darum, gezielte Unterstützung zu bekommen.


1. Mentoring vs. Coaching vs. Beratung

Oft verwechseln Menschen Mentoring mit Coaching oder einer Beratungsfunktion. Dabei ist es wichtig zu unterscheiden:

  • Mentor: Teilt Erfahrungen, die vielleicht nicht exakt zu deiner Situation passen.
  • Coach: Hält dich verantwortlich, hilft dir, Ziele zu erreichen und Entscheidungen umzusetzen.
  • Advisor/Berater: Gibt gezielte, fachliche Unterstützung in einem klar definierten Bereich.

Wenn du wirklich Antworten auf konkrete Fragen brauchst, ist oft ein Advisor oder Coach wertvoller als ein klassischer Mentor.


2. Recherche ist entscheidend

Bevor du jemanden ansprichst, kenne seine Werte, Interessen und Expertise.

  • Beispiel: Jemand bat mich, Mentor für ein Immobilienprojekt zu sein. Ich selbst stehe der Immobilienbranche kritisch gegenüber. Hätte die Person ihre Hausaufgaben nicht gemacht, wäre das Gespräch von vornherein gescheitert.
  • Tipp: Prüfe die Social-Media-Präsenz, Publikationen oder bisherigen Projekte deines potenziellen Mentors.

3. Definiere, was du willst

„Willst du mein Mentor sein?“ ist zu vage. Präzisiere:

  • Wie viel Zeit soll investiert werden? (z. B. 10 Minuten pro Woche)
  • Welche Art von Fragen wirst du stellen?
  • Was erwartest du von der Beziehung?

Offene Fragen führen selten zu einem Zusagen. Konkrete, klar definierte Anfragen erhöhen deine Chancen erheblich.


4. Advisory Board als Alternative

Wenn du ein Unternehmen aufbaust, ist es oft einfacher, jemanden als Advisor zu gewinnen, statt als Mentor:

  • Advisor können formal in dein Unternehmen eingebunden werden, z. B. mit Equity oder klar definierten Aufgaben.
  • Diese Rolle ist auf LinkedIn und in der Geschäftswelt anerkannter und professioneller.

Beratung = zielgerichtetes Wissen; Mentoring = oft zu allgemein und weniger verbindlich.


5. Netzwerk und Empfehlungen nutzen

Die beste Chance, einen Mentor oder Advisor zu gewinnen, ist über Verbindungen und Empfehlungen:

  • Menschen, die dich kennen, können dich vorstellen.
  • Referenzen schaffen Vertrauen – ein direkter Kontakt ist viel erfolgversprechender als eine Kaltakquise.

Tipp: Sei authentisch. Freundschaften „nur um einen Mentor zu bekommen“ wirken durchschaubar und schaden langfristig.


6. Wert liefern, bevor du nimmst

Eine der effektivsten Strategien: erst Mehrwert bieten, dann um Unterstützung bitten.

  • Beispiele: Unterstütze den Mentor bei einem Projekt, verbessere seine Website oder bringe einen anderen konkreten Nutzen.
  • Wer gibt, ohne sofort etwas zu erwarten, zeigt Engagement, Respekt und Initiative – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Mentor auf dich einlässt.

Grundprinzip: „Give without take“. Gib Wert, Respekt und Zeit – das öffnet Türen, auch wenn die Person nicht formal dein Mentor wird.


Zusammenfassung: Schritte zum Mentor

  1. Unterscheide zwischen Mentor, Coach und Advisor.
  2. Recherchiere gründlich, bevor du jemanden ansprichst.
  3. Definiere klar, was du erwartest (Zeit, Umfang, Art der Unterstützung).
  4. Betrachte Advisory Boards als professionelle Alternative.
  5. Nutze dein Netzwerk und Empfehlungen, um Kontakt herzustellen.
  6. Liefere zuerst Wert – zeige Engagement, Respekt und Initiative.

Wer diese Prinzipien befolgt, findet leichter die richtige Unterstützung – und oft sogar mehr, als ein klassischer Mentor bieten könnte.

Wie Equity funktioniert – Grundlagen, Struktur und strategische Überlegungen

Equity, also Beteiligung am Unternehmenskapital, ist ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Unternehmen. Wer die Struktur von Equity nicht versteht, riskiert das Scheitern, selbst wenn das Geschäftsmodell stark ist.


1. Equity ≠ Kontrolle

Viele Unternehmer glauben, dass sie die Kontrolle über ihr Unternehmen verlieren, wenn sie unter 50 % Equity halten. Das ist ein Irrtum.

  • Kontrolle wird über den Gesellschaftervertrag (Shareholder Agreement) geregelt, nicht über den reinen Prozentsatz.
  • Beispiel: Bei 50/50-Equity kann eine Person trotzdem festgelegt werden, die entscheidenden Entscheidungen zu treffen.

Equity-Anteile sind Mittel zur Beteiligung, nicht automatisch ein Kontrollinstrument.


2. Die Bedeutung der langfristigen Planung

Bevor Equity vergeben wird, sollte klar sein, wo das Unternehmen hin will:

  • Wer früh zu viel Equity abgibt, hat später möglicherweise nicht genug, um Investoren oder Schlüsselpersonen zu motivieren.
  • Besonders in wachstumsorientierten Modellen (z. B. Tech-Startups) ist Vorsicht bei der frühen Aufteilung entscheidend.
  • Die beste Praxis: Bootstrapping, also das Starten ohne externes Kapital, um 100 % Kontrolle zu behalten.

3. Equity-Aufteilung zwischen Partnern

Ein häufiger Fehler: 52/48-Aufteilung, nur weil der Gründer denkt, er „verdient“ mehr.

  • Besser: 50/50, um psychologische Gleichwertigkeit zu gewährleisten.
  • Gefahr bei 50/50: Blockade bei Entscheidungen. Lösung:
    • Eine dritte vertrauenswürdige Partei (z. B. Advisory Board) für schwierige Entscheidungen einbeziehen.
    • Klare Absprachen über Unternehmensziele und Strategie vorab treffen.

Transparente Zielsetzung minimiert Konflikte über Geld, Expansion oder Gewinnverwendung.


4. Equity für Mitarbeiter

Equity ist ein starkes Werkzeug zur Mitarbeitermotivation:

  • Share Options: Versprechen künftiger Anteile, abhängig vom Unternehmenserfolg.
  • Physische Equity: Echte Anteile im Unternehmen, die bei Verkauf oder Exit direkt ausgezahlt werden.

Mein Favorit: echte Equity, da sie die Mitarbeiter am tatsächlichen Erfolg beteiligt, nicht nur theoretisch.


5. Equity und Markenwert

Wer Anteile hält, prägt das Unternehmen auch nach außen:

  • Equity-Inhaber sollten mit den Werten der Marke übereinstimmen.
  • Schlechte Equity-Vergabe kann die Reputation gefährden und Investoren abschrecken.

6. Equity und Unternehmenswachstum / IPO

  • Strukturierung der Equity sollte an das Endziel des Unternehmens angepasst werden.
  • Beispiel IPO: Wer früh die Struktur falsch festlegt, riskiert später, dass Aktionäre oder Gründer nicht einig werden.
  • Reverse Engineering: Plane die Equity-Struktur vom gewünschten Endpunkt rückwärts, um spätere Konflikte zu vermeiden.

7. SAFE-Modelle als Werkzeug

SAFE („Simple Agreement for Future Equity“) ist eine Methode, um frühzeitig Investoren zu gewinnen, ohne den Unternehmenswert exakt festzulegen:

  • Investoren erhalten Anteile zu einem zukünftigen, meist rabattierten Wert.
  • Vorteil: Reduziert Diskussionen über den aktuellen Unternehmenswert.
  • Nützlich sowohl für Investoren als auch zur Mitarbeiterbeteiligung.

Fazit

  • Equity ist nicht gleich Kontrolle – es ist ein Instrument für Beteiligung und Motivation.
  • Planung und Transparenz sind entscheidend: Wer weiß, wohin das Unternehmen geht, kann Equity strategisch sinnvoll verteilen.
  • Equity für Mitarbeiter, Partner und Investoren richtig eingesetzt, skaliert Motivation, Wachstum und langfristigen Erfolg.

Wer Equity richtig versteht, kann Konflikte vermeiden, Top-Mitarbeiter binden und das Unternehmen strategisch ausrichten – Fehler hier können selbst erfolgreiche Geschäftsmodelle zum Scheitern bringen.

Wie man sein Unternehmen verkauft – Strategien für einen erfolgreichen Exit

Der Verkauf eines Unternehmens ist für viele Unternehmer ein Traum. Gleichzeitig ist es ein Prozess, der strategische Überlegung, Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert. Aus meiner Erfahrung gibt es mehrere Wege, den Exit erfolgreich zu gestalten.


1. Verkaufe nicht aktiv – der stärkste Verhandlungshebel

Ironischerweise erzielt man den höchsten Verkaufspreis, wenn man eigentlich nicht verkaufen möchte.

  • Unternehmer, die ihr Unternehmen lieben, sind in der besten Verhandlungsposition.
  • Beispiel: Mark Zuckerberg lehnte früh Milliardenangebote für Facebook ab – heute ist das Unternehmen wesentlich mehr wert.

Fokus auf den Aufbau eines großartigen Unternehmens – der Verkauf passiert oft „zufällig“, wenn die Zeit reif ist.


2. Verkauf über strategische Partnerschaften

Eine Möglichkeit besteht darin, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die potenziell einen Kauf in Betracht ziehen könnten.

  • Aufbau einer partnerschaftlichen Beziehung kann zu einem späteren Kauf führen.
  • Beispiel: Zusammenarbeit mit PwC führte dazu, dass PwC das Unternehmen Fluid kaufte.

Tipp: Nicht direkt auf den Verkauf hinarbeiten, sondern zunächst eine wertschöpfende Partnerschaft schaffen.


3. Nutzung von Unternehmensmaklern

  • Unternehmensmakler können beim Verkauf unterstützen, da sie Kontakte und Erfahrung im Markt haben.
  • Achtung: Unterschiedliche Makler verfolgen eigene Interessen.
  • Prüfe Referenzen und rechtliche Struktur sorgfältig, um Betrug oder Konflikte zu vermeiden.

4. Verkauf durch Fusion oder Übernahme

  • Fusionen mit Konkurrenten sind ein häufiger Weg, um den Exit zu realisieren.
  • Vorteil: Relativ einfacher Prozess, da beide Unternehmen ähnliche Strukturen und Kunden haben.
  • Nachteil: Oftmals erzielt man nicht den maximalen Wert, da der Käufer ähnliche Kompetenzen besitzt.

Alternative: Verkauf an Unternehmen außerhalb der Branche kann manchmal mehr Wert generieren – wie bei Fluid an PwC.


5. Management-Buyout

  • Eine weitere Option: Verkauf an das eigene Management-Team.
  • Vorteil: Kontinuität im Unternehmen, Mitarbeiter werden belohnt und übernehmen Verantwortung.
  • Struktur: Anteil am Unternehmen über Kaufpreis oder langfristig über Gewinnbeteiligung.

Beispiel: Nest wurde erfolgreich an das Führungsteam verkauft, was für alle Beteiligten positiv war.


6. Grundprinzip: Baue ein Unternehmen, das du liebst

  • Niemals ein Unternehmen nur zum Verkauf gründen.
  • Investoren wollen in Unternehmen mit Leidenschaft und Zweck investieren, nicht in solche, die „nur verkauft werden sollen“.
  • Ein Unternehmen, das du liebst, zieht Käufer an – der Exit folgt dann oft organisch.

Fazit: Erfolgreicher Exit

  • Verkaufe nicht aktiv – baue ein großartiges Unternehmen.
  • Prüfe strategische Partnerschaften, Fusionen oder den Verkauf an das Management.
  • Nutze Makler nur mit sorgfältiger Due Diligence.
  • Ein Unternehmen, das du liebst, erzielt in der Regel den höchsten Wert beim Verkauf.

Das Wichtigste: Baue etwas, das Bedeutung hat, das du liebst, und der Verkauf wird sich auf die bestmögliche Weise ergeben.

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