Aurorafalter züchten: Wiesenschaumkraut, Schoten fressende Raupen, Gürtelpuppe (Anthocharis cardamines)

⏱ 22 Min. Lesezeit

Steckbrief: Aurorafalter ↗

Anthocharis cardamines · Weißlinge (Pieridae)

    Wann fliegt Aurorafalter? Flugzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ungefähr: April – Juni. Häufigkeit (grobe Einschätzung): Deutschland häufig, Österreich häufig, Schweiz häufig. Generationen: 1 pro Jahr (ungefähr).

    🔎 Auf einen Blick

    • Verbreitung: Europa, Asien
    • Vorkommen (Länder): in mindestens 46 Ländern
      Länder anzeigen
    • Flügelspannweite: 40–45 mm
    • Aktivität: tagaktiv
    • Generationen: 1 pro Jahr
    • Entwicklung gesamt (Ei bis Falter): ca. 335 Tage (je nach Temperatur)
    📅 Findezeit in Mitteleuropa
    🥚 EierJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
    🐛 RaupenJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
    🟤 PuppenJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
    🦋 FalterJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

    🥚 Ei und Eiablage

    • Eiablage: Einzeln – Das Weibchen legt meist ein einzelnes orangefarbenes Ei an Blütenstiele oder Knospen der Raupenpflanze.

    Dauer des Eistadiums: ca. 7–10 Tage
    Aussehen: Spindelförmige Eier, erst grün, dann orange, einzeln an Blütenstielen.

    🐛 Raupe

    Dauer der Raupenzeit: ca. 21–30 Tage
    Aussehen: Blaugrün, oben dunkler und unten heller, frisst bevorzugt an den Samenschoten.

    🟤 Puppe

    Dauer der Puppenzeit: ca. 10 Monate
    Aussehen: Schlanke, sichelförmig gebogene Gürtelpuppe mit langer Kopfspitze; überwintert zehn Monate.

    🦋 Falter

    Aussehen: Männchen mit orangen Flügelspitzen, Weibchen weiß; Unterseite grünlich marmoriert.

    ❄️ Überwinterung

    • Überwinterung: als Puppe
    • Diapause: ja (Winter- bzw. Ruhephase)
    • Ruhephase: etwa 5–6 Monate (Richtwert) · Auslöser: Kälte und kürzere Tage, Trockenzeit
    • Jetzt im Kalender: Oktober: Die Puppen jetzt kühl, dunkel und frostfrei stellen (unbeheizter Raum, geschützter Balkon oder Gemüsefach), nicht in den Gefrierschrank.

    🔍 So finden Sie Aurorafalter in der Natur

    Wo suchen?
    Feuchte Wiesen, Waldränder, Bachufer, Gräben und Lichtungen in ganz Mitteleuropa bis in die Berge.
    Eier
    Die einzelnen, zunächst weißen, später orangefarbenen, flaschenförmigen Eier sitzen an den Blütenstielen oder Knospen von Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke.
    Raupen
    Die blaugrünen Raupen sitzen auf Schoten und Blüten von Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke und fressen die Schoten an; sie sind kannibalisch und daher meist einzeln.
    Puppen
    Die Gürtelpuppe ist wie ein Dorn oder Stängel getarnt und überwintert; sie sitzt an trockenen Stängeln nahe der Futterpflanze und ist schwer zu finden.
    Falter
    Falter fliegen im April und Mai an Waldrändern, feuchten Wiesen und Bachläufen; nur die Männchen haben orangefarbene Flügelspitzen.
    Wichtigster Tipp
    Im April/Mai Blütenstände von Wiesenschaumkraut auf orangefarbene Eier kontrollieren.

    💡 Wissenswert

    Orange nur beim Männchen
    Nur das Männchen trägt leuchtend orange Flügelspitzen, das Weibchen ist weiß mit grauer Spitze. Der Name erinnert an die Morgenröte (Aurora).
    Nur im Frühling unterwegs
    Der Aurorafalter hat nur eine Generation im Jahr und fliegt im Frühling. Den Rest des Jahres verbringt er als Puppe.
    Puppe wie eine Schote
    Die schlanke, spitz zulaufende Puppe ähnelt einem Dorn oder einer Schote und ist an Stängeln gut getarnt.

    📚 Gut zu wissen – mit Quellen

    Zusammenfassungen von Aussagen der verlinkten Quellen (Fachseiten, Foren, Studien). Das Originalzitat sehen Sie, wenn Sie mit der Maus über „Quelle“ fahren.

    Weitere in Quellen genannte Futterpflanzen
    Schutz und Recht
    In NRW weit verbreitet und nicht direkt gefährdet. Quelle: natur-in-nrw.de ↗
    Angabe der genannten Quelle ohne Gewähr; maßgeblich ist die aktuelle Rechtslage in Ihrem Land.

    Alle Zeitangaben und Größen sind Richtwerte („ca.“): Sie sind Mittelwerte aus Zucht und Literatur und hängen stark von der Temperatur ab – je wärmer, desto schneller entwickeln sich Ei, Raupe und Puppe.

    Zuchttipp: Raupen fressen Schoten statt Blätter und sind untereinander kannibalisch – einzeln halten; die Puppe muss den Winter kühl im Freien verbringen.

    ⚠️ Diese Art kann in Ihrem Land unter Artenschutz stehen oder gefährdet sein: Entnehmen Sie keine Tiere aus der Natur und beziehen Sie Zuchttiere nur aus dem Handel.

    Der Aurorafalter ist ein zarter Frühlingsbote, dessen Männchen orange Flügelspitzen tragen. Seine Raupen fressen vor allem Schoten von Kreuzblütlern. Wir erklären Ihnen, wie Sie Eier finden, die Raupen füttern und die Puppe durch den Winter bringen.

    Aurorafalter züchten: Wiesenschaumkraut, Schoten fressende Raupen, Gürtelpuppe (Anthocharis cardamines) – Falter
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines) – Falter · Foto: Erik_Karits / Pixabay / Pixabay-Inhaltslizenz · verkleinert
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    Überblick

    Der Falter hat eine Spannweite von etwa 35 bis 45 Millimetern. Männchen haben leuchtend orange Flügelspitzen, Weibchen sind schwarz-weiß, und beide haben eine grünlich marmorierte Hinterflügelunterseite. Er hat eine Generation im Jahr und fliegt von etwa Anfang April bis Juni oder Juli.

    Wir stufen die Zucht als mittelschwer ein, weil die Raupen Schoten statt Blätter brauchen und die Puppe etwa zehn Monate bis zum nächsten Frühjahr überdauert. Mit passenden Pflanzen gelingt sie aber gut.

    Die Art ist ein typischer Frühlingsfalter von Waldrändern, feuchten Wiesen und Hecken. Die Weibchen fallen kaum auf, weil sie wie ein Weißling aussehen; die Männchen erkennen Sie schon im Flug an den orangen Spitzen. In Ruhe klappen die Falter die Flügel zusammen, und die marmorierte Unterseite tarnt sie hervorragend im Grün.

    Eier und Eiablage

    Das Weibchen legt im April und Mai meist ein einzelnes Ei an den Blütenstiel eines blühenden Kreuzblütlers. Die spindelförmigen Eier sind zuerst hellgelb bis grün und färben sich orange bis orangerot. Der Schlupf folgt nach etwa vier bis zwölf Tagen.

    Weil meist nur ein Ei pro Pflanze liegt, finden Sie die Eier am besten, indem Sie blühende Pflanzen mit ihren Blütenstielen genau absuchen.

    Futterpflanzen

    Die Raupen fressen vor allem die Samenschoten von Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke. Weitere Kreuzblütler wie Ackersenf, Meerrettich, Nachtviole und im Garten Silberblatt werden ebenfalls genutzt. Wir empfehlen Wiesenschaumkraut oder Knoblauchsrauke mit Blüten und Schoten, weil dies die bevorzugten Pflanzen sind.

    Raupenzeit

    Die Raupe ist blaugrün mit weißem Seitenstreifen, dunklerer Unterseite und feinen schwarzen Punkten. Sie lebt in der Natur etwa von Mai bis Juli und braucht drei bis fünf Wochen bis zur Verpuppung. Sie frisst bevorzugt an den Schoten.

    Wir halten die Raupen einzeln oder in kleinen Gruppen mit reichlich Schoten, weil sie sich gegenseitig auffressen können. Ersetzen Sie die Pflanzenteile regelmäßig durch frische.

    Die Raupen fressen von Mai bis Juli, wenn die Pflanzen reife Schoten tragen. Sorgen Sie deshalb für Pflanzen in Blüte und Frucht, weil frische Blätter allein nicht genügen.

    Verpuppung und Überwinterung

    Die Puppe ist eine schlanke, sichelförmig gebogene Gürtelpuppe mit langer Kopfspitze, hell- bis grünbraun, oft mit hellem Seitenstreifen. Sie überwintert in der Natur und der Falter schlüpft erst im folgenden Frühjahr. Warme Frühjahre lassen ihn früher erscheinen.

    Falter und Paarung

    Die Falter saugen Nektar an Wiesenschaumkraut, Knoblauchsrauke, Roter Lichtnelke, Günsel und Löwenzahn. Die Männchen patrouillieren bei Sonne an Wiesen und Hecken und suchen Weibchen. In kleinen Behältern gelingt die Paarung meist nicht.

    Bildergalerie: Falter (1)

    Aurorafalter (Anthocharis cardamines) – Falter
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines) – Falter · Foto: schmetterlinge-zuechten.de
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    Für Schlupf, Aushärten der Flügel und Beobachtung empfehlen wir unser großes Schmetterlingshabitat, weil die Falter dort Platz zum Fliegen und Sitzen haben und Sie die Männchen beobachten können.

    Alle Eckdaten zum Aurorafalter finden Sie auch im Steckbrief mit Infokarte zum Ausdrucken in unserer Arbeitsblatt-Übersicht.

    Wann starten wir die Zucht von Aurorafalter? Die Falter fliegen in Mitteleuropa ungefähr von April bis Juni. Eier und Raupen finden wir ab etwa April; die Zucht starten wir, sobald die ersten an der Futterpflanze zu finden sind. Die Art überwintert als Puppe. (Richtwert; regional und je nach Witterung verschoben.)

    🛠 Zuchtaufbau Schritt für Schritt: Aurorafalter

    So bauen wir die Zucht von Aurorafalter auf. Die Angaben stammen aus dem Steckbrief dieser Art und aus unserer Zuchtpraxis.

    1. 1. Futterpflanze beschaffen und frisch halten
      Die Raupen fressen: Wiesenschaumkraut, Knoblauchsrauke (Blüten und Schoten). Krautige Pflanzen ziehen wir als lebende Pflanze im Blumentopf (Gärtnerei, Garten oder selbst ausgesät). Mit „im Blumentopf“ meinen wir also die Pflanze samt Wurzel in Erde – nicht den Behälter der Raupen. Zwei bis drei Töpfe im Wechsel sind ideal, dann kann sich eine abgefressene Pflanze erholen. Wichtig: nur ungespritzte, trockene Pflanzen ohne andere Insekten; gekaufte Pflanzen vorher 2–3 Wochen draußen stehen lassen, damit Pflanzenschutzmittel abgebaut sind.
    2. 2. Behälter: Habitat, Zuchtbox oder Pflanze im Topf
      Drei Aufbauten haben sich bewährt:
      • Schmetterlingshabitat: Die Futterpflanze steht im Blumentopf oder als Vase mit Zweigen in unserem Schmetterlingshabitat. Die Luft zirkuliert, Schimmel wird vermieden, und die Raupen finden das Futter selbst, wenn Blätter das Netz berühren. Das ist unser Standardaufbau.
      • Zuchtbox: Eine große Kunststoffdose (Aufbewahrungsdose), aber nie luftdicht verschlossen. Die Öffnung decken wir mit Küchenpapier ab oder schneiden ein großes Loch in den Deckel und verschließen es mit Netz oder Küchenpapier. So bleiben Zweige und Blätter frisch, die Luftfeuchte bleibt hoch, und die Raupen bekommen trotzdem Luft. Die größte Gefahr ist Schimmel: Kot täglich entfernen, das Papier wechseln und die Box regelmäßig reinigen.
      • Pflanze im Topf mit Haube: Über die Topfpflanze stülpen wir einen Organza- oder Gazebeutel oder stellen das Habitat darüber. Die Raupen fressen an der lebenden Pflanze, nichts muss geschnitten werden – ideal bei langer Raupenzeit.
      Mittelgroße Raupen: In einer 5-Liter-Box höchstens 8–10 Raupen, im großen Habitat bis 30.
    3. 3. Temperatur, Licht und Luftfeuchte
      Die ideale Temperatur steht oben im Steckbrief. Zimmertemperatur reicht; ein heller Platz ohne direkte Sonne oder ein schattiger Balkon ist ideal. Draußen entwickelt sich die Art im natürlichen Rhythmus, drinnen etwas schneller. Luftfeuchte: Wir halten die Zucht bei 40–60 %, im Mittel etwa 50 % – das entspricht dem, was die Tiere in der Natur im Durchschnitt vorfinden. Dauerhaft über 60 % steigt die Schimmelgefahr; dann besser lüften und weniger sprühen. Die Luftfeuchte schwankt je nach Tageszeit und Temperatur, deshalb reicht ein grober Richtwert.
    4. 4. Tägliche Pflege
      Jeden Tag: Kot entfernen, Küchenpapier wechseln, welke Blätter gegen frische tauschen und den Behälter auf Schimmel prüfen. Wochentlich reinigen wir Box oder Habitat mit heißem Wasser (ohne Reiniger). Raupen, die regungslos mit zurückgezogenem Kopf sitzen, häuten sich gerade – nicht berühren und nicht umsetzen.
    5. 5. Verpuppung vorbereiten
      Gürtelpuppe: Die Raupe spinnt sich mit einem Faden an einem senkrechten Stängel oder Zweig fest. Wir stellen einige dickere, senkrechte Stiele oder Holzstäbchen in den Behälter. Kurz vorher frisst die Raupe nicht mehr, wird unruhig und läuft umher (Wanderphase) – jetzt die Box nicht mehr öffnen als nötig.
    6. 6. Überwinterung
      Die Art überwintert als Puppe. Puppen lagern wir in einer belüfteten Dose mit leicht feuchtem Küchenpapier bei 2–8 °C (Gemüsefach des Kühlschranks oder frostgeschützt im Freien, z. B. Gartenschuppen). Im Frühjahr holen wir sie ins Warme; nach 2–4 Wochen schlüpfen die Falter.
    7. 7. Schlupf und Falter
      Für den Schlupf setzen wir auf unserem Schmetterlingshabitat (mindestens 40 × 40 × 60 cm): Der Falter braucht Platz und eine Netzwand zum Hochklettern, damit die Flügel sich entfalten und trocknen. Wir bieten nektarreiche Blüten oder Zuckerwasser 1:10 auf einem Schwamm an. Heimische Falter lassen wir an einem warmen, trockenen Tag (über 15 °C) frei – am besten dort, wo die Futterpflanze wächst.
    8. 8. Das empfehlen erfahrene Züchter
      • Raupen fressen Schoten statt Blätter und sind untereinander kannibalisch – einzeln halten; die Puppe muss den Winter kühl im Freien verbringen.
      • Nie Raupen verschiedener Herkunft mischen und neue Tiere zuerst getrennt halten (Quarantäne) – so bleiben Krankheiten in einer Box.
      • Pro Behälter eigene Pinsel und Tücher benutzen, vor und nach der Arbeit Hände waschen.
      • Lieber weniger Raupen gut versorgen als viele zu eng: Gedränge und Feuchtigkeit sind die häufigsten Ursachen für Verluste.
      • Beobachtungen im Zuchttagebuch festhalten (Temperatur, Stadien, Futter) – daraus lernen Sie für die nächste Generation am meisten.

    Zeiten und Größen sind Richtwerte („ca.“); je wärmer, desto schneller die Entwicklung. Weitere Hinweise mit Quellen stehen im Steckbrief oben.

    📔 Ihr Zucht-Tagebuch: Aurorafalter

    Züchten Sie diese Art gerade? Halten Sie Ihre Beobachtungen fest – ohne Konto, direkt hier. Sie sehen Ihre Entwicklung im Diagramm und können den Bericht am Ende mit anderen teilen.

    Gut zu wissen: Was die Entwicklung beeinflusst

    Die Entwicklung von Aurorafalter hängt vor allem von der Temperatur ab: Raupen und Puppen sind wechselwarm, jedes Grad mehr beschleunigt Fressen und Wachstum. Wohl fühlt sich die Art bei etwa 18–22 °C; je kühler es ist, desto länger dauert die Entwicklung, und bei deutlich niedrigeren Temperaturen kommt sie fast zum Stillstand. Direkte Sonne auf dem Behälter sollten Sie vermeiden, weil sich Luft und Futter dann stark aufheizen.
    Auch das Futter spielt eine Rolle: Auf frischen, jungen Blättern der Wirtspflanze wachsen Raupen meist schneller als auf alten, harten Blättern, und ein Wechsel der Futterpflanze kostet oft etwas Zeit. Die Raupe häutet sich insgesamt etwa 4-mal – kurz vor jeder Häutung frisst sie nicht und wirkt ruhig, das ist normal. Vor der Verpuppung wandert sie umher und sucht einen festen Platz, an dem sie sich mit einem Seidenfaden sichert.
    Die Puppe überwintert; der Falter schlüpft erst im folgenden Frühjahr oder Sommer. Kurz vor dem Schlupf wird die Puppe dunkel und die Flügelzeichnung scheint durch. Der frisch geschlüpfte Falter braucht mindestens ein bis zwei Stunden, bis die Flügel ausgehärtet sind.

    ❄️ Sie starten in der kühlen Jahreszeit: In Räumen unter 20 °C dauert die Raupenphase schnell doppelt so lange wie im Sommer. Ein warmer Platz im Zimmer (nicht auf der Heizung, nicht in der Sonne) hilft – und tragen Sie die Zimmertemperatur ein, dann passt sich die Prognose an.

    Mehr zu Temperatur und Entwicklung in unseren Ratgebern ↗

    Tagebuch wird geladen …

    Beispiel-Tagebuch: So kann Ihr Diagramm aussehen (Aurorafalter)

    Das ist kein echter Zuchtbericht, sondern ein Beispiel, das wir aus den Entwicklungsdaten unseres Steckbriefs zusammengestellt haben (Raupenzeit 26 Tage, bei etwa 20 °C). Sobald echte Tagebücher veröffentlicht sind, zeigen wir stattdessen diese.

    Beispiel · Aurorafalter

    Futter: Wiesenschaumkraut · Temperatur: 20 °C · Raupenphase: 26 Tage · Puppenphase: –

    🌿 Wiesenschaumkraut10203040014.05.822.05.1630.05.2407.06.3215.06.4023.06.4801.07.5609.07.Tage seit Beginnmm🐛 Die Raupe🟤 Die Puppe🦋 Der Falter
    • 18.05. · Die Raupe · 4 mm – Alles ruhig, die Raupen fressen viel. Ich wechsle das Futter, sobald es welk wird. Länge ca. 4 mm.
    • 22.05. · Die Raupe · 5 mm – Die Raupen sind gut angekommen und fressen schon. Frisches Futter (Wiesenschaumkraut) liegt im Becken, gemessen habe ich etwa 5 mm.
    • 28.05. · Die Raupe · 10 mm – Blaugrün, oben dunkler und unten heller, frisst bevorzugt an den Samenschoten. Länge aktuell ca. 10 mm.
    • 02.06. · Die Raupe · 16 mm – Nach der nächsten Häutung sind es schon 16 mm. Die Temperatur liegt konstant bei 20 °C.
    • 06.06. · Die Raupe · 25 mm – Fast ausgewachsen, ca. 25 mm. Sie frisst weniger und sucht schon einen Platz zum Verpuppen.
    • 09.06. · Die Puppe – Es ist so weit: Die Raupe ist zur Puppe geworden. Ab jetzt heißt es warten.
    • 09.07. · Die Puppe – Die Puppe überwintert – sie bleibt jetzt bis zum Frühjahr unverändert. Ich lagere sie kühl und schaue nur gelegentlich nach.

    🌿 Überwinterung, Fütterung und Paarung: Aurorafalter

    Was wir bei Aurorafalter über den Winter, die Falter und die Paarung beachten. Die Angaben sind Richtwerte aus der Haltung; je nach Raum und Stamm kann es abweichen.

    ❄️ Überwinterung und Diapause

    Die Puppe überwintert und es gibt nur eine Generation pro Jahr. Wir hängen sie kühl und geschützt auf, im Freien auf dem Balkon oder im Schuppen, vor Sonne und Regen geschützt. Gelegentlich kontrollieren und leicht benebeln; erst im Frühjahr natürlich erwärmen lassen.

    🍯 Fütterung der Falter

    Die Falter nehmen Nektar auf, vor allem am Wiesenschaumkraut, daneben an anderen Kreuzblütlern und Roter Lichtnelke. Wir bieten Blüten oder dünnes Zuckerwasser am Schwämmchen; bei Bedarf entrollen wir den Rüssel mit einer Nadel.

    💞 Paarung

    Die Männchen patrouillieren bei Sonne an Wiesen und Hecken.

    ♂♀ Männchen und Weibchen unterscheiden

    Die Männchen haben leuchtend orange Vorderflügelspitzen; den Weibchen fehlt das Orange, sie sind schlichter weiß mit dunklerer Zeichnung. Auch die Weibchen erkennen wir am Verhalten: Sie legen die Eier ab und suchen dafür gezielt die Futterpflanze der Raupen ab.

    Bilder: Aurorafalter züchten: Wiesenschaumkraut, Schoten fressende Raupen, Gürtelpuppe (Anthocharis cardamines)

    Aurorafalter züchten: Wiesenschaumkraut, Schoten fressende Raupen, Gürtelpuppe (Anthocharis cardamines) – Falter
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines) – Falter · Foto: Erik_Karits / Pixabay / Pixabay-Inhaltslizenz · verkleinert
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    Aurorafalter züchten: Wiesenschaumkraut, Schoten fressende Raupen, Gürtelpuppe (Anthocharis cardamines) – Falter
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines) – Falter · Foto: Erik_Karits / Pixabay / Pixabay-Inhaltslizenz · verkleinert
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    Häufige Fragen

    Was fressen Aurorafalter-Raupen?

    Vor allem Samenschoten von Wiesenschaumkraut und Knoblauchsrauke, auch anderer Kreuzblütler.

    Wo legt der Aurorafalter seine Eier ab?

    Meist einzeln an den Blütenstiel eines blühenden Kreuzblütlers.

    Wie lange dauert die Raupenzeit?

    Etwa drei bis fünf Wochen.

    Warum sollte man die Raupen einzeln halten?

    Sie können sich gegenseitig auffressen. Einzelne Haltung oder kleine Gruppen mit viel Futter sind sicherer.

    Wie überwintert der Aurorafalter?

    Als schlanke Gürtelpuppe, etwa zehn Monate lang bis zum nächsten Frühjahr.

    Woran erkennt man Männchen und Weibchen?

    Männchen haben orange Flügelspitzen, Weibchen sind schwarz-weiß.

    Fotos von Züchterinnen und Züchtern: Aurorafalter

    Haben Sie diese Art (Aurorafalter) selbst gezüchtet? Teilen Sie Ihre Fotos mit uns auf dieser Seite: einfach Foto hochladen, wir geben es frei, und andere Besucher können es hier ansehen. Besonders willkommen sind Fotos vom Ei, von der Raupe, vom Falter oder vom Zuchtaufbau für Aurorafalter.

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