Io-Spinner züchten: Brennhaare, Gelege und Kokon (Automeris io)

⏱ 19 Min. Lesezeit

Steckbrief: Io-Spinner ↗

Automeris io · Pfauenspinner (Saturniidae)

EinsteigerartKokonideal 22–26 °C
    Wann fliegt Io-Spinner? Der Io-Spinner ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht heimisch und fliegt deshalb bei uns nicht in freier Natur. In den Herkunftsländern gilt als Flugzeit, ungefähr: Mai – September.

    🔎 Auf einen Blick

    • Verbreitung: Nordamerika
    • Vorkommen (Länder): in mindestens 3 Ländern
      Länder anzeigen
    • Flügelspannweite: 55–85 mm
    • Aktivität: nachtaktiv
    • Generationen: 1–3 pro Jahr
    • Entwicklung gesamt (Ei bis Falter): ca. 211 Tage (je nach Temperatur)

    🥚 Ei und Eiablage

    • Eiablage: In Gelegen (Eihaufen) – Die Eier werden in Gruppen von meist 20 bis 40 Stück an Blattunterseiten abgelegt.

    Dauer des Eistadiums: ca. 8–12 Tage
    Aussehen: Weiße Eier mit schwarzem Punkt in Gruppen an Blättern.

    🐛 Raupe

    Dauer der Raupenzeit: ca. 35–45 Tage
    Aussehen: Jung orange und gesellig in Reihen, später grün mit roten und weißen Seitenstreifen und stark nesselnden Dornen.

    🟤 Puppe

    Dauer der Puppenzeit: ca. 21 Tage, überwinternd bis ca. 10 Monate
    Aussehen: Dunkle Puppe in einem lockeren, papierartigen Kokon zwischen Blättern am Boden.

    🦋 Falter

    • Flugzeit: Mai – September
    • Nahrung des Falters: Die Falter nehmen keine Nahrung auf, die Mundwerkzeuge sind zurückgebildet; sie leben von den Reserven aus der Raupenzeit.
    • Paarung: Weibchen locken mit Duftstoffen (meist nachts) – Die Weibchen locken nachts mit Sexualduftstoff, die Männchen folgen der Duftspur.
    • Lebensdauer: ca. 5–10 Tage

    Aussehen: Männchen gelb, Weibchen rotbraun; Hinterflügel mit großem blau-schwarzem Augenfleck.

    ❄️ Überwinterung

    🔍 So finden Sie Io-Spinner in der Natur

    Wo suchen?
    Osten der USA und Südosten Kanadas, in Wäldern, Waldrändern und Gärten. In Mitteleuropa nicht frei zu finden.
    Raupen
    Die grünen, stechenden Raupen sitzen gesellig an Mais, Weiden, Eichen und vielen weiteren Pflanzen; Vorsicht, die Brennhaare verursachen Hautreizungen.
    Falter
    Die Falter fliegen nachts und kommen ans Licht; die Augenflecken der Hinterflügel werden bei Störung gezeigt.
    Wichtigster Tipp
    Nur in den Heimatgebieten zu beobachten; Raupen wegen Brennhaaren nicht anfassen.

    💡 Wissenswert

    Augenflecken zum Erschrecken
    Wird der Falter gestört, hebt er die Vorderflügel und zeigt große Augenflecken auf den Hinterflügeln, die Fressfeinde verblüffen sollen.
    Raupe mit Brennhaaren
    Die grünen Raupen tragen verzweigte Stachelhaare, deren Kontakt auf der Haut schmerzhaft brennt. Sie sollten nicht berührt werden.
    Zwei Geschlechter, zwei Farben
    Die Männchen sind gelb, die Weibchen rotbraun bis purpurbraun. Man erkennt das Geschlecht daher schon an der Farbe.

    📚 Gut zu wissen – mit Quellen

    Zusammenfassungen von Aussagen der verlinkten Quellen (Fachseiten, Foren, Studien). Das Originalzitat sehen Sie, wenn Sie mit der Maus über „Quelle“ fahren.

    Weitere in Quellen genannte Futterpflanzen
    Brennhaare der Raupen
    Laut Quelle sind die Raupen dicht mit Brennstacheln besetzt, die bei manchen Menschen starke Reizungen verursachen. Quelle: mdc.mo.gov ↗
    Lebensdauer und Pflege des Falters
    Laut Quelle haben die Falter reduzierte Mundwerkzeuge und fressen nicht. Quelle: mdc.mo.gov ↗

    Alle Zeitangaben und Größen sind Richtwerte („ca.“): Sie sind Mittelwerte aus Zucht und Literatur und hängen stark von der Temperatur ab – je wärmer, desto schneller entwickeln sich Ei, Raupe und Puppe.

    Zuchttipp: Sehr einfache Zucht an Brombeere oder Weide, aber die Dornen brennen wie Brennnesseln – Raupen nie mit bloßen Händen anfassen.

    Der Io-Spinner ist ein nordamerikanischer Nachtfalter mit großen Augenflecken auf den Hinterflügeln. Seine Raupen tragen Brennhaare. Wir erklären Ihnen, wie Sie sicher damit umgehen.

    Überblick

    Der Falter hat eine Spannweite von etwa 6 bis 9 Zentimetern. Er fliegt vor allem im Juni und Juli und ist streng nachtaktiv. Die Weibchen locken die Männchen nachts mit Duftstoffen an.

    Wir stufen die Zucht als mittelschwer ein: Futter ist gut erhältlich, aber die Brennhaare verlangen Vorsicht und eignen sich nicht für kleine Kinder. Die Tiere dürfen als Exoten nicht in die Natur entlassen werden; das ist ein allgemeiner Naturschutzhinweis.

    Die großen Augenflecken auf den Hinterflügeln dienen in der Natur der Abschreckung. Wenn der Falter gestört wird, spreizt er die Vorderflügel und zeigt sie. Das ist ein spannendes Verhalten, das Sie im Habitat gut beobachten können.

    Eier und Eiablage

    Die Weibchen legen Gelege von mehr als 20 kleinen weißen Eiern an Blättern verschiedener Pflanzen. Fertile Eier werden schwarz. Die Raupen schlüpfen nach etwa 8 bis 11 Tagen.

    Die Eier färben sich schwarz, wenn sie befruchtet sind. Das ist ein guter Hinweis, dass sich Raupen entwickeln werden, und sagt Ihnen, ob sich das Warten lohnt.

    Futterpflanzen

    Die Raupen fressen Eiche, Weide, Esche, Ahorn und Maulbeere, insgesamt gut zwanzig Pflanzengattungen.

    Wir empfehlen Eiche oder Weide, weil beide in Mitteleuropa leicht zu bekommen sind und frische Zweige im Wasser lange halten.

    Junge Raupen fressen nur zarte Blätter. Wir empfehlen frische Triebspitzen, weil sie weicher sind, und größere Blätter erst für ältere Raupen.

    Raupenzeit und Brennhaare

    Die Raupe durchläuft fünf Stadien. Junge Raupen sind orange und laufen in einer Reihe hintereinander über die Pflanze. Später werden sie hellgrün mit rotem und weißem Seitenstreifen, bis etwa 7 Zentimeter lang, und tragen viele Brennhaare. Der Kontakt führt zu schmerzhaften Hautreizungen, die nicht lebensbedrohlich sind. Fassen Sie die Raupen nie ohne Handschuhe an und wechseln Sie das Futter mit einer Pinzette oder Zweigen.

    Reinigen Sie den Behälter vorsichtshalber nur mit Handschuhen und waschen Sie sich danach die Hände. Kleine Kinder sollten die Raupen nicht anfassen.

    Verpuppung

    Zur Verpuppung spinnt die Raupe einen lockeren, dunklen Kokon aus grober Seide, entweder in der Laubstreu oder zwischen Blättern. Die dunkelbraune bis schwarze Puppe liegt darin; die Art überwintert in der Natur als Puppe. Geben Sie daher Laub oder Papier in den Behälter.

    Das Kokongespinst ist locker, die Puppe bleibt darin gut sichtbar. Stören Sie sie nicht, damit der Falter ungehindert schlüpfen kann.

    Die Kokons sind in der Natur oft zwischen Blättern eingewickelt, die im Herbst mit zu Boden fallen. Wir empfehlen deshalb, trockenes Laub als Unterlage anzubieten, weil die Raupen so einen natürlichen Untergrund zum Einspinnen finden.

    Falter und Paarung

    Die Falter schlüpfen meist am späten Vormittag; das Aufpumpen der Flügel dauert etwa 20 Minuten. Sie nehmen keine Nahrung auf und leben nur etwa ein bis zwei Wochen. Zum Schlüpfen, Aushärten der Flügel und Beobachten empfehlen wir unser großes Schmetterlingshabitat, weil die Falter dort Platz zum Hängen haben.

    Alle Eckdaten zu Io-Spinner finden Sie auch im Steckbrief mit Infokarte zum Ausdrucken in unserer Arbeitsblatt-Übersicht.

    🛠 Zuchtaufbau Schritt für Schritt: Io-Spinner

    So bauen wir die Zucht von Io-Spinner auf. Die Angaben stammen aus dem Steckbrief dieser Art und aus unserer Zuchtpraxis.

    1. 1. Futterpflanze beschaffen und frisch halten
      Die Raupen fressen: Brombeere, Weiden, Kirsche, Mais, Klee, Hibiskus, viele Pflanzen. Bei Bäumen und Sträuchern schneiden wir Zweige mit jungen Blättern und stellen sie sofort in eine Vase mit Wasser; den Vasenhals verschließen wir mit Watte oder Frischhaltefolie, damit keine Raupe ins Wasser fällt. Noch besser ist ein junger Baum oder Strauch im Blumentopf (Baumschule), an dem die Blätter nachwachsen. Krautige Pflanzen ziehen wir als lebende Pflanze im Blumentopf (Gärtnerei, Garten oder selbst ausgesät). Mit „im Blumentopf“ meinen wir also die Pflanze samt Wurzel in Erde – nicht den Behälter der Raupen. Zwei bis drei Töpfe im Wechsel sind ideal, dann kann sich eine abgefressene Pflanze erholen. Wichtig: nur ungespritzte, trockene Pflanzen ohne andere Insekten; gekaufte Pflanzen vorher 2–3 Wochen draußen stehen lassen, damit Pflanzenschutzmittel abgebaut sind. Die Raupenzeit ist lang (siehe Steckbrief oben) – ziehen Sie die Pflanzen deshalb vor, bevor Sie Eier oder Raupen bestellen.
    2. 2. Behälter: Habitat, Zuchtbox oder Pflanze im Topf
      Drei Aufbauten haben sich bewährt:
      • Schmetterlingshabitat: Die Futterpflanze steht im Blumentopf oder als Vase mit Zweigen in unserem Schmetterlingshabitat. Die Luft zirkuliert, Schimmel wird vermieden, und die Raupen finden das Futter selbst, wenn Blätter das Netz berühren. Das ist unser Standardaufbau.
      • Zuchtbox: Eine große Kunststoffdose (Aufbewahrungsdose), aber nie luftdicht verschlossen. Die Öffnung decken wir mit Küchenpapier ab oder schneiden ein großes Loch in den Deckel und verschließen es mit Netz oder Küchenpapier. So bleiben Zweige und Blätter frisch, die Luftfeuchte bleibt hoch, und die Raupen bekommen trotzdem Luft. Die größte Gefahr ist Schimmel: Kot täglich entfernen, das Papier wechseln und die Box regelmäßig reinigen.
      • Pflanze im Topf mit Haube: Über die Topfpflanze stülpen wir einen Organza- oder Gazebeutel oder stellen das Habitat darüber. Die Raupen fressen an der lebenden Pflanze, nichts muss geschnitten werden – ideal bei langer Raupenzeit.
      Große Raupen: In einer Box höchstens 4–5 Raupen, im großen Habitat 10–15 – sie brauchen viel Futter und Platz. Die Jungraupen leben gesellig; wir trennen sie erst ab dem dritten Stadium auf mehrere Behälter.
    3. 3. Temperatur, Licht und Luftfeuchte
      Die ideale Temperatur steht oben im Steckbrief. Als tropische Art braucht sie gleichmäßige Wärme (Heizmatte unter einem Teil des Behälters oder beheizter Raum). Bei Bedarf morgens die Luft neben den Pflanzen leicht besprühen – Blätter und Raupen bleiben trocken, Kondenswasser an den Wänden vermeiden. Keine direkte Sonne auf den Behälter. Luftfeuchte: Als tropische Art braucht sie 70–90 %, meist um 80 % – so wie im Schmetterlingshaus. Schimmel entsteht dabei nicht durch die feuchte Luft, sondern durch stehendes Wasser auf kalten Flächen. Deshalb: die Luft ständig leicht bewegen (kleiner Ventilator, nicht direkt auf die Tiere), den Behälter gleichmäßig warm halten, damit an Wänden und Deckel kein Kondenswasser entsteht, locker bepflanzen, Kot und welke Blätter täglich entfernen und nur glatte, abwischbare Materialien (Kunststoff, Glas, Netz) statt Holz oder Pappe verwenden. Morgens sprühen, abends abtrocknen lassen. Bei dauerhaft nassen Wänden lüften, nicht weniger befeuchten. Die Raupen sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv – tagsüber sitzen sie oft still; das ist kein Grund zur Sorge.
    4. 4. Tägliche Pflege
      Jeden Tag: Kot entfernen, Küchenpapier wechseln, welke Blätter gegen frische tauschen und den Behälter auf Schimmel prüfen. Wochentlich reinigen wir Box oder Habitat mit heißem Wasser (ohne Reiniger). Raupen, die regungslos mit zurückgezogenem Kopf sitzen, häuten sich gerade – nicht berühren und nicht umsetzen.
    5. 5. Verpuppung vorbereiten
      Kokon: Die Raupe spinnt sich zwischen Blättern, Zweigen oder Küchenpapier ein. Wir legen trockene Blätter und Zweige dazu und öffnen den Kokon nie. Kurz vorher frisst die Raupe nicht mehr, wird unruhig und läuft umher (Wanderphase) – jetzt die Box nicht mehr öffnen als nötig.
    6. 6. Überwinterung
      Die Art überwintert als Puppe. Puppen lagern wir in einer belüfteten Dose mit leicht feuchtem Küchenpapier bei 2–8 °C (Gemüsefach des Kühlschranks oder frostgeschützt im Freien, z. B. Gartenschuppen). Im Frühjahr holen wir sie ins Warme; nach 2–4 Wochen schlüpfen die Falter.
    7. 7. Schlupf und Falter
      Für den Schlupf setzen wir auf unserem Schmetterlingshabitat (mindestens 40 × 40 × 60 cm): Der Falter braucht Platz und eine Netzwand zum Hochklettern, damit die Flügel sich entfalten und trocknen. Der Falter nimmt keine Nahrung auf (verkümmerter Rüssel) und lebt nur kurz – diese Zeit dient allein der Paarung und Eiablage. Exotische Falter werden nie freigelassen; sie bleiben im Habitat.
    8. 8. Das empfehlen erfahrene Züchter
      • Sehr einfache Zucht an Brombeere oder Weide, aber die Dornen brennen wie Brennnesseln – Raupen nie mit bloßen Händen anfassen.
      • Nie Raupen verschiedener Herkunft mischen und neue Tiere zuerst getrennt halten (Quarantäne) – so bleiben Krankheiten in einer Box.
      • Pro Behälter eigene Pinsel und Tücher benutzen, vor und nach der Arbeit Hände waschen.
      • Lieber weniger Raupen gut versorgen als viele zu eng: Gedränge und Feuchtigkeit sind die häufigsten Ursachen für Verluste.
      • Beobachtungen im Zuchttagebuch festhalten (Temperatur, Stadien, Futter) – daraus lernen Sie für die nächste Generation am meisten.

    Zeiten und Größen sind Richtwerte („ca.“); je wärmer, desto schneller die Entwicklung. Weitere Hinweise mit Quellen stehen im Steckbrief oben.

    📔 Ihr Zucht-Tagebuch: Io-Spinner

    Züchten Sie diese Art gerade? Halten Sie Ihre Beobachtungen fest – ohne Konto, direkt hier. Sie sehen Ihre Entwicklung im Diagramm und können den Bericht am Ende mit anderen teilen.

    Gut zu wissen: Was die Entwicklung beeinflusst

    Die Entwicklung von Io-Spinner hängt vor allem von der Temperatur ab: Raupen und Puppen sind wechselwarm, jedes Grad mehr beschleunigt Fressen und Wachstum. Wohl fühlt sich die Art bei etwa 22–26 °C; je kühler es ist, desto länger dauert die Entwicklung, und bei deutlich niedrigeren Temperaturen kommt sie fast zum Stillstand. Direkte Sonne auf dem Behälter sollten Sie vermeiden, weil sich Luft und Futter dann stark aufheizen.
    Auch das Futter spielt eine Rolle: Auf frischen, jungen Blättern der Wirtspflanze wachsen Raupen meist schneller als auf alten, harten Blättern, und ein Wechsel der Futterpflanze kostet oft etwas Zeit. Die Raupe häutet sich insgesamt etwa 4-mal – kurz vor jeder Häutung frisst sie nicht und wirkt ruhig, das ist normal. Vor der Verpuppung spinnt sie sich in ein Gespinst (Kokon) ein; bieten Sie dafür Zweige, Papier oder Blätter an.
    Die Puppenruhe dauert in der warmen Jahreszeit meist etwa 21 Tage; überwinternde Puppen ruhen bis zum nächsten Frühjahr. Der frisch geschlüpfte Falter braucht mindestens ein bis zwei Stunden, bis die Flügel ausgehärtet sind.

    ❄️ Sie starten in der kühlen Jahreszeit: In Räumen unter 20 °C dauert die Raupenphase schnell doppelt so lange wie im Sommer. Ein warmer Platz im Zimmer (nicht auf der Heizung, nicht in der Sonne) hilft – und tragen Sie die Zimmertemperatur ein, dann passt sich die Prognose an.

    Mehr zu Temperatur und Entwicklung in unseren Ratgebern ↗

    Tagebuch wird geladen …

    Beispiel-Tagebuch: So kann Ihr Diagramm aussehen (Io-Spinner)

    Das ist kein echter Zuchtbericht, sondern ein Beispiel, das wir aus den Entwicklungsdaten unseres Steckbriefs zusammengestellt haben (Raupenzeit 40 Tage, bei etwa 24 °C). Sobald echte Tagebücher veröffentlicht sind, zeigen wir stattdessen diese.

    Beispiel · Io-Spinner

    Futter: Brombeere · Temperatur: 24 °C · Raupenphase: 40 Tage · Puppenphase: –

    🌿 Brombeere1020304050023.05.901.06.1810.06.2719.06.3628.06.4507.07.5416.07.6325.07.Tage seit Beginnmm🐛 Die Raupe🟤 Die Puppe🦋 Der Falter
    • 29.05. · Die Raupe · 7 mm – Alles ruhig, die Raupen fressen viel. Ich wechsle das Futter, sobald es welk wird. Länge ca. 7 mm.
    • 05.06. · Die Raupe · 10 mm – Die Raupen sind gut angekommen und fressen schon. Frisches Futter (Brombeere) liegt im Becken, gemessen habe ich etwa 10 mm.
    • 13.06. · Die Raupe · 20 mm – Jung orange und gesellig in Reihen, später grün mit roten und weißen Seitenstreifen und stark nesselnden Dornen. Länge aktuell ca. 20 mm.
    • 21.06. · Die Raupe · 31 mm – Nach der nächsten Häutung sind es schon 31 mm. Die Temperatur liegt konstant bei 24 °C.
    • 28.06. · Die Raupe · 50 mm – Fast ausgewachsen, ca. 50 mm. Sie frisst weniger und sucht schon einen Platz zum Verpuppen.
    • 02.07. · Die Puppe – Es ist so weit: Die Raupe ist zur Puppe geworden. Ab jetzt heißt es warten.
    • 01.08. · Die Puppe – Die Puppe überwintert – sie bleibt jetzt bis zum Frühjahr unverändert. Ich lagere sie kühl und schaue nur gelegentlich nach.

    🌿 Überwinterung, Fütterung und Paarung: Io-Spinner

    Was wir bei Io-Spinner über den Winter, die Falter und die Paarung beachten. Die Angaben sind Richtwerte aus der Haltung; je nach Raum und Stamm kann es abweichen.

    ❄️ Überwinterung und Diapause

    Die Puppen überwintern im Kokon in der Streu. Wir lagern sie kühl bei etwa 5–10 °C, geschützt vor Sonne und Regen (Frost schadet nicht), und benebeln gelegentlich leicht. Im Frühjahr wärmen wir langsam auf. Nicht im Gefrierschrank.

    🍯 Fütterung der Falter

    Die Falter fressen nicht: Der Rüssel ist zurückgebildet, sie leben von den Reserven der Raupenzeit. Eine Fütterung ist weder nötig noch möglich.

    💞 Paarung

    Gepaart wird im Dunkeln, etwa von Sonnenuntergang bis Mitternacht.

    ♂♀ Männchen und Weibchen unterscheiden

    Männchen sind kleiner und leuchtend gelb, Weibchen größer und braun. Auch die Weibchen erkennen wir am Verhalten: Sie legen die Eier ab und suchen dafür gezielt die Futterpflanze der Raupen ab.

    Häufige Fragen

    Sind Io-Raupen giftig?

    Sie tragen Brennhaare, die schmerzhafte Hautreizungen verursachen; fassen Sie sie nur mit Handschuhen an.

    Was fressen die Raupen?

    Eiche, Weide, Esche, Ahorn, Maulbeere und viele weitere Laubpflanzen.

    Wie viele Stadien hat die Raupe?

    Fünf.

    Wie lange sind die Eier unterwegs?

    Etwa 8 bis 11 Tage.

    Fressen die Falter?

    Nein, sie haben verkümmerte Mundwerkzeuge und leben ein bis zwei Wochen.

    Darf man die Falter freilassen?

    Nein, Exoten gehören nicht in die Natur.

    Fotos von Züchterinnen und Züchtern: Io-Spinner

    Haben Sie diese Art (Io-Spinner) selbst gezüchtet? Teilen Sie Ihre Fotos mit uns auf dieser Seite: einfach Foto hochladen, wir geben es frei, und andere Besucher können es hier ansehen. Besonders willkommen sind Fotos vom Ei, von der Raupe, vom Falter oder vom Zuchtaufbau für Io-Spinner.

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